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Eingang der Sächsischen Landesärztekammer
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Tätigkeitsbericht 2002 der Sächsischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung der Sächsischen Landesärztekammer

Die Akademie hat ihre Aktivitäten im Rahmen von drei Akademiesitzungen geplant, beraten und mit Hilfe des Teams des Referates Fortbildung der Sächsischen Landesärztekammer organisiert. Speziell herauszuhebende Themen der Akademiesitzungen Akademiesitzungen waren am:

  • 23. März 2002: Probleme der Fortbildung zu Suchtfragen, als Gast sprach Prof. Dr. Petermann (Leipzig) zum Landespräventionsplan
  • 31. August 2002: Diskussion und Erarbeitung einer Stellungnahme zur Zertifizierungsdiskussion
  • 20. Dezember 2002: Beratung zu kammerinternen Evaluationen von Fortbildungsveranstaltungen sowie Fortbildung und Sponsoring
  • Zentrales Anliegen aller Akademiesitzungen und diverser Sitzungen von kleineren Arbeitsgruppen waren die Vorbereitung und inhaltliche wie organisatorische Gestaltung von Fortbildungsveranstaltungen, in die als wissenschaftliche Leiter, als Themenvortragende und als Moderatoren alle Akademiemitglieder aktiv einbezogen waren.

    Im Mittelpunkt standen dabei:

  • die fachübergreifenden Fortbildungssemester, die im Frühjahr zum Thema Leitsymptome (neun Veranstaltungen mit durchschnittlich 50 Zuhörern/Veranstaltung) und im Herbst zum Thema „Praktische Arzneimitteltherapie – klinische Pharmakologie” (10 Veranstaltungen mit durchschnittlich 53 Teilnehmern) durchgeführt wurden.
  • Die Veranstaltungen wurden durch entgegenkommende Unterstützung in der Programmgestaltung und Programmdurchführung von prominenten sächsischen Fachvertretern zu außerordentlichen Erfolgen (erwähnt seien als Beispiel: Prof. Dr. Reinhard Ludewig, Leipzig, Prof. Dr. Dr. Wilhelm Kirch, Dresden, Prof. Dr. Michael Meurer, Dresden).
    Weitere von der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung selbst organisierte Veranstaltungen weist Tabelle 1 aus.

    Tabelle 1: Von der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung organisierte und inhaltlich mitgestaltete Fortbildungsveranstaltungen 2002
    Datum Titel inhaltl. verantwortlich Teil-
    nehmer-
    zahl
    01.–02.03.2002
    19.–20.04.2002
    Kurs Verkehrsmedizi-
    nische Begutachtung
    Prof. Dr. Otto Bach
    Prof. Dr. Rolf Ebert
    33
    40
    28.–29.11.2002 Kurs Transfusions-
    medizin
    Dr. Günter Fischer
    Prof. Dr. Otto Bach
    23
    20.04.2002 3. Sächs. Kolloquium zur Sozialmedizin
    Erfahrungsaustausch zw. Sozialrichtern u. Ärzten
    Prof. Dr. Klaus Scheuch 67
    27.04.2002 Zentrale AiP-Veranstaltung „Bioterrorismus u. Katastrophenmedizin” Prof. Dr. Otto Bach 31
    25.09.2002 Benefizveranstaltung für hochwassergeschädigte Ärzte „Gynäkologie u. Geburtshilfe” Diakonissenkrankenhaus,
    Dipl.-Med. Uwe Schilling
    45
    27.11.2002 18. Kolloquium Umwelt und Gesundheit Prof. Dr. Klaus Scheuch 50
    11.09.2002
    09.10.2002
    13.11.2002
    11.12.2002
    Fortbildungscurriculum Fragen Sie den Hochschullehrer (KÄK Meißen) Dr. Jürgen Straube
    Prof. Dr. Otto Bach
    13.02.–10.04.2002
    (mittwochs)
    FB-Semester Frühjahr „Leitsymptome” Prof. Dr. Otto Bach
    Dr. Gottfried Hempel
    474
    25.09.–04.12.2002 FB-Semester Herbst „Praktische Arzneimitteltherapie” Prof. Dr. Otto Bach
    Prof. Dr. Peter Bräunig
    Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Wilhelm Kirch
    519

    Thematisch im Mittelpunkt stand weiterhin das sächsische Fortbildungsdiplom und dessen gesundheitspolitische Bedeutung vor dem Hintergrund der Rezertifizierungsdiskussion. In Übereinstimmung mit dem Deutschen Senat für ärztliche Fortbildung der Bundesärztekammer wurden einige Regularien im Sinne einer bundesdeutschen Anpassung von der Kammerversammlung verabschiedet. Die Zahl der „Diplome” (bzw. nach Änderung der Regularien) „Zertifikate”, die 2002 ausgereicht werden konnten, betrug 433. Tabelle 2 weist die Entwicklung seit der Einführung 1999 aus.

    Tabelle 2: Anzahl ausgereichter Fortbildungsdiplome
    Jahr Anzahl
    1999 4
    2000 71
    2001 269
    2002 433

    Besondere Bemühungen wurden darauf verwendet, diese Form des Fortbildungsnachweises weiter zu propagieren.
    Trotz umfangreicher Vorbereitungen konnte das 1998 und 2001 so erfolgreich gelaufene Curriculum „Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement” zunächst nicht fortgesetzt werden, weil die Zahl der Interessenten nicht ausreichte, eine wirtschaftlich tragfähige Finanzierung zu sichern. Für 2003 sind wieder zwei fachübergreifende Fortbildungssemester vorbereitet (Geriatrie/Molekulare Medizin).
    Ein Fortbildungstag zum Thema Suchtprävention fand am 25. Januar 2003 statt und die klassischen Curricula der Akademie (Verkehrsmedizin, Arbeitsmedizin, Suchtmedizin, Qualitätsmanagement) werden wieder geplant.
    Aus gesundheitlichen Gründen ist Kollege Dr. Norbert Kunze (Wurzen) aus der Akademie ausgeschieden. Seine Stelle nimmt als Nachfolgekandidatin Eva-Maria Schlinzig (Dresden) ein.
    In einer der nächsten Kammerversammlungen werden erneut Änderungen der Regularien für das Fortbildungszertifikat vorbereitet und zur Abstimmung gestellt. Es geht dabei um Anpassungen an die Regelentwürfe der Bundesärztekammer und die mögliche Einführung einer Fortbildungsplakette. Fragen der Fort- und Weiterbildung werden durch den Vorsitzenden der Akademie und dem Ärztlichen Geschäftsführer der Sächsischen Landesärztekammer regelmäßig im Deutschen Senat für ärztliche Fortbildung der Bundesärztekammer, im Vorstand der Sächsischen Landesärztekammer, den Versammlungen der Kreiskammervorsitzenden und den Kammerversammlungen zum Thema gemacht.

    Von 19 Kreiskammern lagen Berichte über Fortbildungsaktivitäten vor, die – wie auch in der Vergangenheit – zeigen, dass es auf der Ebene der Kreise eine sehr differenzierte ärztliche von den Kreiskammern organisierte Fortbildung gibt. Viele Berichte weisen darauf hin, dass die umfangreichen Angebote, die von den territorialen Krankenhäusern ausgehen, dazu das Fortbildungsgeschehen als höchst vielgestaltig und jeden Interessierten erreichend angesehen werden kann. Traditionelle Veranstaltungen, wie die des Medizinischen Kolloquiums Stollberg, der Vogtländische Ärztetag, der Hartha/Geringswalder Ärztestammtisch oder die grenzüberschreitenden gemeinsamen Symposien Löbau-Zittau und Liberec/Böhmen, seien beispielhaft genannt. Ausgesprochen umfangreiche Aktivitäten werden aus der Kreiskammer Torgau/Oschatz vermeldet. Hohe Teilnehmerzahlen bei Fortbildungsveranstaltungen werden zum Beispiel in den Kreisen Leipzig/Stadt und Plauen/Stadt registriert.
    Über Qualitätszirkel zu ganz unterschiedlichen Fachthemen berichten zum Beispiel die Kreisärztekammer Mittleres Erzgebirge (forensische Psychiatrie) und Muldentalkreis (Diabetologie). Insgesamt haben die Kreiskammern weit über 150 Veranstaltungen selbst organisiert und damit einen weiteren Beleg für die Feststellung geliefert, dass die Ärzte sich ihrer Fortbildungsverpflichtung wohl bewusst sind und keiner zentralistischen Regulierungswut ratloser Politiker zur Erhöhung ihrer Fachkompetenz bedürfen.

    Prof. Dr. Otto Bach, Dresden, Vorstandmitglied, Vorsitzender
    (veröffentlicht im „Ärzteblatt Sachsen” 6/2003)

     

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