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Richtlinien Weiterbildung Neurochirurgie
Inhalt
23. Neurochirurgie
1. Erwerb der in der Weiterbildungsordnung aufgeführten Weiterbildungsinhalte.
Hierzu sind nachfolgende Richtzahlen oder Weiterbildungsinhalte nachzuweisen:
1.1 Untersuchungsverfahren und Behandlungsverfahren
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Selbständige Durchführung, Befundung und Dokumentation der Ultraschalldiagnostik durch |
| · |
200 PW-Doppler-Sonographien der intrakraniellen Gefäße |
| · |
200 CW-Doppler- und 200 Duplex-Sonographien der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße |
| - |
Selbständige Durchführung, Befundung und Dokumentation der intraoperativen Röntgendiagnostik in der Neurochirurgie einschließlich des Strahlenschutzes bei 100 Patienten, darüber hinaus selbständige Indikationsstellung und Befundbewertung in der Röntgendiagnostik, ständig begleitend während der gesamten Weiterbildungszeit bei 300 Patienten in der Röntgennativdiagnostik an Schädel und Wirbelsäule auch mit Spezial- und tomographischen Aufnahmen an den zuführenden Kopfgefäßen, den intrakraniellen und spinalen Gefäßen sowie Röntgenuntersuchungen der Liquorräume ferner CT und MRT des Schädels und Spinalkanals |
| - |
Selbständige Führung und Dokumentation von 100 abgeschlossenen Krankengeschichten |
| - |
Selbständige Durchführung und Befundung von neurophysiologischen Untersuchungen EEG, evozierte Potentiale, EMG bei je 100 Patienten im Zusammenhang mit neurochirurgischen Eingriffen |
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Selbständige Anwendung einfacher Beatmungstechniken einschließlich der Beatmungsentwöhnung bei 50 kurzzeitbeatmeten Patienten, einschließlich der Adaptierung maschineller Respiratoren unter Interpretation von Analysen der Blutgase und des Säure-Basen-Haushaltes bei unkomplizierten Krankheitsverläufen |
| - |
Selbständige Durchführung der Lokal- und Regionalanästhesie bei 30 Patienten |
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50 zentralvenöse Katheterisierungen |
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50 arterielle Kanülierungen/Punktionen |
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40 selbständig erstellte, dokumentierte Therapieregime zur parenteralen und 40 zur enteralen Ernährung |
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5 selbständig durchgeführte und dokumentierte Fälle der Diagnostik und Differentialdiagnostik psychosomatischer Krankheitsbilder aus der Neurochirurgie mit den Schwerpunkten psychogene Symptombildungen, somatopsychische Reaktionen |
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der Methodik und Durchführung des Grundleistungslabors des Gebietes sowie der Bewertung der Befunde, hierzu gehören: |
| 1. |
Orientierende Untersuchung in einem Körpermaterial durch visuellen Farbvergleich mittels vorgefertigter Reagenzträger oder Reagenzzubereitungen, auch bei apparativer Auswertung oder Verwendung von Mehrfachreagenzträgern |
| 2. |
Bestimmung in einem Körpermaterial mit quantitativer physikalischer oder chemischer Messung oder Zellzählung
2.1 Erythrozytenzählung
2.2 Leukozytenzählung
2.3 Thrombozytenzählung
2.4 Hämoglobin
2.5 Hämatokrit |
| 3. |
Bestimmung der Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit |
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Indikationsstellung, Probenentnahme, sachgerechte Probenbehandlung und Einordnung der Befunde in das Krankheitsbild für die der Fachkunde in Laboruntersuchungen des Gebietes zugeordneten Laboratoriumsuntersuchungen (allgemeines Labor des Gebietes) |
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Methodik und Durchführung des speziellen Labors des Gebietes sowie der Bewertung der Befunde, hierzu gehören: |
| 1. |
Kreuzprobe (Identitätsnachweis A-B-O-System, serologische Verträglichkeitsuntersuchung) |
| 2. |
Qualitativer direkter und indirekter Coombstest |
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10 ausführlich begründete Gutachten |
2. Leistungskatalog
2.1 Selbständig durchgeführte Eingriffe
2.1.1 100 diagnostische Eingriffe, z. B. Myelographie, lumbale oder ventrikuläre Liquordrainage mit oder ohne Druckmessung, Nerv-, Muskel-, Wirbelsäulenbiopsie, stereotaktische Biopsien
2.1.2 10 Eingriffe an peripheren und vegetativen Nerven, z. B. Verlagerung, Transplantation, Naht, Neurolyse, Tumorentfernung
2.1.3 50 Eingriffe an lumbaler und thorakaler Wirbelsäule, z. B. Nervenwurzel-, Cauda- oder Rückenmarksdekompression, einschließlich Wirbelsäulenverletzungen
2.1.4 5 Eingriffe an der zervikalen Wirbelsäule, z. B. Nervenwurzel- und Rückenmarksdekompression, Fusion mit oder ohne Instrumentation einschließlich Wirbelsäulenverletzungen
2.1.5 5 Eingriffe bei Tumoren des Spinalkanals einschließlich intraduraler Tumoren
2.1.6 40 Eingriffe bei Schädel-, Hirnverletzungen, z. B. Impressionsfrakturen, fronto-basalen Liquorfisteln, intra- und extradurale akute und chronische Hämatome
2.1.7 40 Eingriffe bei supra- und infratentoriellen raumfordernden intrazerebralen Prozessen, davon 25 bei Tumoren
2.1.8 5 Eingriffe bei Schmerzsyndromen, z. B. augmentative, destruierende oder Implantations-Verfahren
2.1.9 20 Eingriffe bei Schädel-, Hirn- oder spinalen Fehlbildungen, z. B. intrakorporale Liquorableitungen oder Operationen bei Spaltmißbildungen
23.A. Fachkunde 23.A.1 Fachkunde in Laboruntersuchungen in der Neurochirurgie
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse und Erfahrungen und Fertigkeiten, welche über die im Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, in Betrieb, Anwendung und Funktion manuell betriebener und automatischer Analysegeräte einschließlich der Beurteilung von Analysefehlern, der Fehlersuche und Fehlerbehebung sowie in der Durchführung des allgemeinen Labors des Gebietes, hierzu gehören:
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Eiweißbestimmung im Liquor |
| - |
Mikroskopische Untersuchung eines Körpermaterials als Nativpräparat, ggf. nach einfacher Aufbereitung und/oder Anreicherung, auch mit Phasenkontrastdarstellung und/oder Dunkelfeld |
| - |
Mikroskopische Untersuchung eines Körpermaterials nach einfacher Färbung, ggf. nach einfacher Aufbereitung und/oder Anreicherung |
| - |
Untersuchung zur Abklärung einer plasmatischen Gerinnungsstörung und zur Verlaufskontrolle bei Antikoagulantientherapie |
| · |
partielle Thromboplastinzeit |
| · |
Thromboplastinzeit nach Quick |
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Thromboplastinzeit im Kapillarblut |
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Elektrophoretische Trennung von Proteinen aus dem Liquor nach Einengung mit quantitativer Auswertung |
| - |
Quantitative immunochemische Bestimmung von Proteinen oder anderen Substanzen mittels Nephelometrie, Fluorimetrie oder anderer gleichwertiger Verfahren |
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Immunglobuline im Liquor |
| - |
Quantitative Bestimmung von Arzneimitteln |
| · |
Antikonvulsiva |
| - |
Quantitative Bestimmung in einem Körpermaterial |
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Prolaktin |
| · |
Cortisol |
| · |
Beta-Choriongonadotropin (ß-HCG) |
| · |
Alpha-Feto-Protein |
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Carcino-embryonales Antigen (CEA) |
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Quantitative Untersuchung von Elektrolyten, Enzymaktivitäten oder Substraten in einem Körpermaterial |
| · |
Kalium |
| · |
Calcium |
| · |
Natrium |
| · |
Chlorid |
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Blutgruppenbestimmung A, B, O, Rh-Faktor D einschließlich der Beobachtung von Hämolysinen |
23.B. Fakultative Weiterbildung 23.B.1 Fakultative Weiterbildung in der Speziellen Neurochirurgischen Intensivmedizin
1. Erwerb der in der Weiterbildungsordnung aufgeführten Weiterbildungsinhalte.
Hierzu sind nachfolgende Richtzahlen oder Weiterbildungsinhalte nachzuweisen:
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75 dokumentierte abgeschlossene Behandlungsfälle bei komplizierten intensivmedizinischen Krankheitsverläufen bei neurochirurgischen Krankheitsbildern |
| · |
akuten Bewußtseinsstörungen |
| · |
akutem Lungenversagen auch mit aeroben und anaeroben Infektionen |
| · |
Schockzuständen unterschiedlicher Art |
| · |
akutem Nierenversagen sowie chronischer Niereninsuffizienz in der perioperativen Phase |
| · |
akutem Abdomen |
| · |
Sepsis und Sepsissyndrom, Multiorganversagen |
| · |
akuten Blutgerinnungsstörungen |
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Anwendung differenzierter Beatmungstechniken und Beatmungsentwöhnung bei 50 langzeitbeatmeten Patienten |
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50 endotracheale Intubationen |
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10 diagnostische oder therapeutische Bronchoskopien im Rahmen der Intensivüberwachung oder Intensivbehandlung |
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atemunterstützende Methoden bei 30 nicht intubierten Patienten |
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Anwendung extrakorporaler Ersatzverfahren bei akutem Organversagen wie kontinuierliche Hämofiltration, kontinuierliche Hämodialyse, extrakorporale Lungenunterstützung bei 5 Patienten |
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5 Pulmonalis-Katheterisierungen einschließlich hierbei durchführbarer Meßverfahren |
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5 Pleuradrainagen im Rahmen der Intensivüberwachung und Intensivbehandlung |
| - |
Differenzierte Therapie mit Blut und Blutkomponenten bei 30 Patienten |
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Differenzierte Therapie mit vasoaktiven Substanzen bei 50 Patienten |
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50 dokumentierte abgeschlossene Behandlungsfälle mit Neuromonitoring, z. B. kontinuierliche Hirndruckmessung und neurophysiologisches Monitoring |
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Untersuchungen mit evozierten Potentialen bei 200 Patienten |
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200 Untersuchungen mit elektroenzephalographischen Ableitungen, davon 50 selbständige Ableitungen und 20 Auswertungen bei Kindern |
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80 selbständig erstellte, dokumentierte Therapieprogramme und Verlaufsprotokolle zur parenteralen und 80 zur enteralen Ernährung |
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