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Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin
Inhalt
Definition:
Die Kinder- und Jugendmedizin umfaßt die Erkennung und Behandlung aller körperlichen, seelischen Erkrankungen und Reifungsstörungen des Kindes von der Geburt bis zum Abschluß seiner somatischen Entwicklung einschließlich Prävention, Schutzimpfungen, nichtspezielle pädiatrische Intensivmedizin und Sozialpädiatrie.
Weiterbildungszeit:
5 Jahre an einer Weiterbildungsstätte gem. § 8 Abs. 1, davon 6 Monate in der nichtspeziellen pädiatrischen Intensivmedizin.
Mindestens 3½ Jahre im Stationsdienst.
Angerechnet werden können 1 Jahr Weiterbildung in Kinderchirurgie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder im Schwerpunkt Kinderradiologie des Gebietes Diagnostische Radiologie oder ½ Jahr Weiterbildung in Anästhesiologie oder Anatomie oder Biochemie oder Diagnostische Radiologie oder Frauenheilkunde und Geburtshilfe oder Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder Haut- und Geschlechtskrankheiten oder Humangenetik oder Hygiene und Präventive Umweltmedizin oder Innere Medizin oder Klinische Pharmakologie oder Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie oder Neurologie oder Orthopädie oder Pathologie oder Pharmakologie und Toxikologie oder Psychiatrie und Psychotherapie oder Strahlentherapie oder bis zu 6 Monate Tätigkeit in Immunologie.
Die Anrechnungsfähigkeit entfällt, wenn insgesamt 1 Jahr im Schwerpunkt Kinderkardiologie abgeleistet wurde.
Auf die Mindestweiterbildungszeit im Gebiet werden Weiterbildungszeiten im Schwerpunkt Nr. 17.C.1 von nicht mehr als einem Jahr, im Schwerpunkt Nr. 17.C.2 nicht mehr als ein ½ Jahr angerechnet.
1 Jahr Weiterbildung kann bei einem niedergelassenen Arzt abgeleistet werden.
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Beurteilung der körperlichen, sozialen, psychischen und intellektuellen Entwicklung des Kindes, der Ätiologie, Pathogenese, Pathophysiologie, Symptomatologie, Diagnostik, Differentialdiagnostik, Therapie und Prävention der angeborenen und im Kindesalter auftretenden Störungen und Erkrankungen einschließlich der Behandlung von Früh- und Neugeborenen, in der Rehabilitation sowie in den gebietsbezogenen Laboratoriumsuntersuchungen, in der Sonographie, in der Deutung von Röntgenbildern des Gebietes und in allergologischen Untersuchungsverfahren.
Vermittlung und Erwerb von Kenntnissen über medizinische Genetik, Elektroenzephalographie und Echokardiographie und die weiterführende Lungenfunktionsdiagnostik.
Hierzu gehören in der Kinder- und Jugendmedizin
1. Eingehende Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in
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der Beurteilung der körperlichen, sozialen, psychischen und intellektuellen Entwicklung des Kindes von der Geburt bis zum Abschluß der somatischen Entwicklung einschließlich Indikation und Bewertung der einschlägigen Testverfahren |
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Ätiologie, Pathogenese, Pathophysiologie, Symptomatologie, Diagnostik und Differentialdiagnostik angeborener und im Kindesalter auftretender Störungen und Erkrankungen |
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der Methodik und Durchführung des Grundleistungslabors des Gebietes sowie der Bewertung der Befunde |
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der Probenentnahme und sachgerechten Probenbehandlung von Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen für das allgemeine Labor des Gebietes sowie in der Einordnung der Befunde in das Krankheitsbild |
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der Methodik und Durchführung des speziellen Labors des Gebietes sowie der Bewertung der Befunde |
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der Indikationsstellung zu bildgebenden, nuklearmedizinischen, operativen und strahlentherapeutischen Verfahren |
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der Beurteilung von Röntgenbildern der inneren Organe sowie des Skelettsystems bei pädiatrischen Erkrankungen |
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der Indikationsstellung, Durchführung und Befundauswertung der sonographischen Untersuchungen des Gebietes; hierzu gehört eine Mindestzahl selbständig durchgeführter sonographischer Untersuchungen des Gebietes |
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Indikation, Durchführung und Bewertung elektrokardiographischer Untersuchungen, der Kreislauf- und Lungenfunktionsdiagnostik |
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der Therapie der zum Gebiet gehörenden Gesundheits- und Entwicklungsstörungen einschließlich klinisch-pharmakologischer Besonderheiten in den einzelnen Phasen des Wachstumsalters sowie der Säuglingsernährung und Diätetik |
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der Erkennung und Bewertung von ökologisch und sozial bedingten Gesundheitsstörungen einschließlich der Kindesmißhandlung und -vernachlässigung |
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der Behandlung der Früh- und Neugeborenen |
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der nichtspeziellen Intensivmedizin des Gebietes sowie der Behandlung von Verbrennungen und Verbrühungen |
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der Infusionstherapie, Sondenernährung und der Theorie und Praxis der Transfusion |
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den Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen einschließlich orientierender Hör- und Sehprüfungen |
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der Immunprophylaxe und der Indikation und selbständigen Durchführung von Impfungen |
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der Gesundheitsberatung und Gesundheitserziehung sowie der Ernährungsberatung und der Sexualberatung |
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der Allergologie einschließlich der Diagnostik allergischer Erkrankungen, sowie der Indikationsstellung, Durchführung und Beurteilung
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epikutaner, kutaner, intrakutaner Tests |
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der Provokationstests einschließlich der zugehörenden Meßmethoden |
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der Therapie allergischer Erkrankungen |
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der Pharmakologie der im Gebiet gebräuchlichen Pharmaka und Kontrastmittel (Pharmakokinetik, Wechsel- und Nebenwirkungen) einschließlich ihres therapeutischen Nutzens (auch Kosten-/Nutzenrelation), der Risiken des Arzneimittelmißbrauchs, der gesetzlichen Auflagen bei der Arzneimittelverschreibung und Arzneimittelprüfung sowie der hierbei zu beachtenden ethischen Grundsätze |
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Dokumentation von Befunden, ärztlichem Berichtswesen, einschlägigen Bestimmungen der Sozialgesetzgebung (Reichsversicherungsordnung, Sozialgesetzbuch, Krankenkassenverträge, Rentenversicherung, Unfallversicherung, Mutterschutzgesetz, Jugend- und Arbeitsschutzgesetz und andere Bestimmungen) und für die Arzt-Patienten-Beziehung wichtigen Rechtsnormen |
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der psychosomatischen Grundversorgung |
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der Qualitätssicherung ärztlicher Berufsausübung |
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Durchführung der gebietsbezogenen allgemeinen Schmerztherapie |
1.1 Vermittlung und Erwerb von Kenntnissen über
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die Seuchenhygiene des Gebietes |
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die Medizinische Genetik |
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Sozialisation, Habilitation und Rehabilitation |
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Erkennung und Behandlung von Verhaltens- und Leistungsstörungen |
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die Durchführung weiterer diagnostischer Verfahren wie EEG, Echokardiographie, weiterführende Lungenfunktionsdiagnostik und nuklearmedizinische Methoden |
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Blutgruppenserologie und Gerinnungsanalyse sowie Bestimmungen von Hormonen und Antikörpern |
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die Durchführung der Laboruntersuchungen |
17.A. Fachkunde 17.A.1 Fachkunde in Laboruntersuchungen in der Kinder- und Jugendmedizin
Weiterbildungszeit: 1 Jahr
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse und Erfahrungen und Fertigkeiten, welche über die im Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, in der Durchführung des allgemeinen Labors des Gebietes.
17.A.2 Fachkunde Sonographie der Nebenhöhlen in der Kinder- und Jugendmedizin
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse und Erfahrungen und Fertigkeiten, welche über die im Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, in der Durchführung der Sonographie der Nebenhöhlen, hierzu gehören:
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Selbständige Durchführung, Befundung und Dokumentation der Ultraschalldiagnostik
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100 A-mode-Sonographien der Nebenhöhlen |
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100 B-mode-Sonographien der Nebenhöhlen |
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17.A.3 Fachkunde Sonographie der Schilddrüse in der Kinder- und Jugendmedizin
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse und Erfahrungen und Fertigkeiten, welche über die im Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, in der Durchführung der Sonographie der Schilddrüse, hierzu gehören:
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Selbständige Durchführung, Befundung und Dokumentation der Ultraschalldiagnostik
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100 B-mode-Sonographien der Schilddrüse |
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17.A.4 Fachkunde Sonographie der Gesichtsweichteile und Weichteile des Halses in der Kinder- und Jugendmedizin
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse und Erfahrungen und Fertigkeiten, welche über die im Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, in der Durchführung der Sonographie der Gesichtsweichteile und Weichteile des Halses, hierzu gehören:
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Selbständige Durchführung, Befundung und Dokumentation der Ultraschalldiagnostik
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100 B-mode-Sonographien der Gesichtsweichteile und Weichteile des Halses |
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17.A.5 Fachkunde Sonographie der Thoraxorgane in der Kinder- und Jugendmedizin
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse und Erfahrungen und Fertigkeiten, welche über die im Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, in der Durchführung der Sonographie der Thoraxorgane, hierzu gehören:
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Selbständige Durchführung, Befundung und Dokumentation der Ultraschalldiagnostik
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100 B-mode-Sonographien der Thoraxorgane |
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17.A.6 Fachkunde Sonographie des Magen-Darm-Traktes in der Kinder- und Jugendmedizin
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse und Erfahrungen und Fertigkeiten, welche über die im Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, in der Durchführung der Sonographie des Magen-Darm-Traktes, hierzu gehören:
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Selbständige Durchführung, Befundung und Dokumentation der Ultraschalldiagnostik
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200 B-mode-Sonographien des Magen-Darm-Traktes |
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17.A.7 Fachkunde Sonographie der weiblichen Genitalorgane in der Kinder- und Jugendmedizin
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse und Erfahrungen und Fertigkeiten, welche über die im Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, in der Durchführung der Sonographie der weiblichen Genitalorgane, hierzu gehören:
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Selbständige Durchführung, Befundung und Dokumentation der Ultraschalldiagnostik
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200 B-mode-Sonographien der weiblichen Genitalorgane |
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17.A.8 Fachkunde Suchtmedizinische Grundversorgung in der Kinder- und Jugendmedizin
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis eingehender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Prävention, Diagnostik, Therapie und Frührehabilitation von Suchterkrankungen, welche über die im jeweiligen Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, insbesondere in der Entzugs- und Substitutionsbehandlung im Rahmen eines Behandlungskonzeptes. Krisenintervention, Pharmakotherapie und Psychotherapie der Sucht und ihrer Folgen, sowie in der Organisation der Frührehabilitation, den allgemeinen und speziellen Rechtsvorschriften, den sozialmedizinischen Möglichkeiten der Suchtbehandlung, dem Versicherungs- und Rentenwesen sowie dem Sozialhilfebereich.
Mindestdauer der Weiterbildung: Teilnahme an einem Kurs über suchtmedizinische Grundversorgung von 50 Stunden Dauer.
17.B.1 Fakultative Weiterbildung in der Speziellen Pädiatrischen Intensivmedizin
Definition:
Die Spezielle Pädiatrische Intensivmedizin umfaßt die Intensivüberwachung und Intensivbehandlung von pädiatrischen Patienten, deren Vitalfunktionen oder Organfunktionen in lebensbedrohlicher Weise gestört sind und durch intensive therapeutische Verfahren unterstützt oder aufrechterhalten werden müssen.
Weiterbildungszeit:
2 Jahre an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 8 Abs. 1.
1½ Jahre der Weiterbildung in der Speziellen Pädiatrischen Intensivmedizin müssen zusätzlich zur Gebietsweiterbildung abgeleistet werden.
Angerechnet werden können 6 Monate Intensivmedizin während der Weiterbildung im Gebiet Kinder- und Jugendmedizin.
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis spezieller Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten, welche über die im Gebiet aufgeführten Inhalte hinausgehen, in den theoretischen Grundlagen und der praktischen Durchführung der Intensivüberwachung und Intensivbehandlung des Gebietes einschließlich der Behandlungsverfahren, Ernährungsregimes und speziellen intensivmedizinischen Verfahren des Gebietes.
Hierzu gehören in der Speziellen Pädiatrischen Intensivmedizin
1. Spezielle Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in
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der differenzierten Beatmungstechnik einschließlich der Beatmungsentwöhnung, insbesondere bei Langzeitbeatmung sowie der für die Beatmung notwendigen Analgesierungs- und Sedierungsverfahren |
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den extrakorporalen Ersatzverfahren bei akutem Organversagen |
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der diagnostischen und therapeutischen Bronchoskopie |
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der differenzierten Elektrotherapie des Herzens |
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den differenzierten Punktions- und Katheterisierungstechniken des Gefäßsystems einschließlich hierbei durchführbarer Meßverfahren |
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der physikalisch-pharmakologischen Hypothermie |
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der differenzierten Intensivtherapie bei pädiatrischen Erkrankungen sowie bei Organversagen einschließlich der Herz-Lungen-Wiederbelebung |
1.1 Vermittlung und Erwerb spezieller Kenntnisse über
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betriebliche, organisatorische sowie rechtliche und ethische Aspekte der Intensivmedizin |
17.B.2 Fakultative Weiterbildung Infektiologie
Definition:
Die Infektiologie umfaßt Epidemiologie, Ätiologie, Pathophysiologie, Biochemie, Klinik, Diagnostik, Differentialdiagnostik sowie Prävention und Therapie erregerbedingter Erkrankungen.
Weiterbildungszeit:
2 Jahre an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 8 Abs. 1, davon mindestens 1½ Jahre im Stationsdienst.
Anrechnungsfähig ist eine halbjährige Tätigkeit in der Fachambulanz einer Krankenhausabteilung mit ausgewiesenem infektiologischen Tätigkeitsschwerpunkt. 6 Monate in einem Mikrobiologischen Institut oder Labor, anrechenbar sind 3 Monate Tätigkeit in der Immunologie.
1 Jahr der Weiterbildung in der "Infektiologie" muß zusätzlich zur Gebietsweiterbildung abgeleistet werden.
Zusätzlich erforderlich:
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Nachweis der erfolgreichen Teilnahme am Kurs für klinische Infektiologie, Krankenhaushygiene und Tropenmedizin |
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Nachweis der Mitarbeit in infektiologischen oder krankenhaushygienischen Gremien |
Ein ½ Jahr Weiterbildung kann bei einem niedergelassenen Arzt abgeleistet werden.
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis spezieller Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Epidemiologie, Symptomatologie, Diagnostik, Differentialdiagnostik, Prophylaxe sowie Therapie von Infektionen einschließlich ihrer Manifestationen und Komplikationen.
Hierzu gehören in der Infektiologie
1. Spezielle Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in
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Ätiopathogenese, Epidemiologie, Prophylaxe, Diagnostik, Therapie
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einheimischer Infektionskrankheiten einschließlich nosokomialer und opportunistischer Infektionen |
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bei Sepsis und schweren Organinfektionen (Meningitis, Endo- und Myokarditis, Peritonitis, Pyelonephritis) |
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bei den häufigsten tropischen Infektionskrankheiten |
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bei allen Formen immunsupressiver Zustände einschließlich der assoziierten Infektionssyndrome |
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der sachgerechten Materialgewinnung und in dem Materialtransport in die Laboratorien |
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der Liquordiagnostik |
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dem Anfertigen und in der Beurteilung von Nativpräparaten zum Erregernachweis |
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dem Testen zum Nachweis mikrobiologischer Antigene |
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dem Anlegen von Blut-, Liquor- und Stuhlkulturen |
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der Sensibilisierungstestung |
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den molekularbiologischen Methoden in der mikrobiologischen Diagnostik einschließlich Indikation und Interpretation |
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der parasitologischen Diagnostik (unter besonderer Berücksichtigung der Malariadiagnostik) |
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der antimikrobiellen Chemotherapie, einschließlich Eigenschaften, Wirkungsspektrum, Pharmakokinetik, Resistenzentwicklung, Nebenwirkungen, Indikation, Dosierung und Applikation |
1.1 Vermittlung und Erwerb spezieller Kenntnisse über
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Grundlagen in der klinischen Bakteriologie, Virologie, Mykologie, Protozoologie, Helminthologie |
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rechtliche Bestimmungen einschließlich Meldewesen bei Infektionskrankheiten |
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Physiologie und Pathophysiologie des Immunsystems einschließlich der passiven und aktiven Immunisierung und das Erkennen von Impfkomplikationen |
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die spezifische Begutachtung |
17.C.1 Schwerpunkt Kinderkardiologie
Definition:
Die Kinderkardiologie umfaßt die Erkennung und konservative Behandlung der Herz- und Kreislauferkrankungen des Kindes von der Geburt bis zum Abschluß seiner somatischen Entwicklung.
Weiterbildungszeit:
2 Jahre an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 8, Abs. 1, davon mindestens 1½ Jahre im Stationsdienst.
1 Jahr der Weiterbildung im Schwerpunkt muß zusätzlich zur Gebietsweiterbildung abgeleistet werden.
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Ätiologie, Pathogenese, Pathophysiologie, Symptomatologie, Diagnostik, Differentialdiagnostik und Therapie der funktionellen und organisch bedingten angeborenen und erworbenen Störungen des Herzens und des Kreislaufes, den invasiven und nichtinvasiven kardiovaskulären Funktionsuntersuchungen, der Sonographie und Röntgendiagnostik des Schwerpunktes einschließlich des Strahlenschutzes sowie der Indikationssstellung zu operativen Eingriffen.
Hierzu gehören im Schwerpunkt Kinderkardiologie
1. Besondere Kenntnisse und Erfahrungen in
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Ätiologie, Symptomatologie, Diagnostik und Differentialdiagnostik der angeborenen und erworbenen Herz- und Gefäßanomalien, den nichtinvasiven und invasiven Untersuchungsmethoden, sowie der pathologischen Anatomie und Pathophysiologie kardiovaskulärer Erkrankungen |
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der radiologischen Diagnostik des Schwerpunktes einschließlich des Strahlenschutzes sowie der Sonographie und Elektrokardiographie des Schwerpunktes; hierzu gehören eine Mindestzahl selbständig durchgeführter Untersuchungen unter Anwendung dieser Methoden |
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der Indikationsstellung und Durchführung von interventionellen Kathetereingriffen; hierzu gehört eine Mindestzahl selbständig durchgeführter Eingriffe |
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der konservativen Therapie der Herzinsuffizienz, der Herzrhythmusstörungen und der entzündlichen Herzerkrankungen einschließlich der medikamentösen Therapie und der Elektrotherapie |
17.C.2 Schwerpunkt Neonatologie
Definition:
Die Neonatologie umfaßt die Physiologie und Pathophysiologie der postnatalen Adaptation und der Unreife, die Behandlung von Frühgeborenen und Neugeborenen mit schweren Adaptationsstörungen.
Weiterbildungszeit:
2 Jahre an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 8 Abs. 1.
1½ Jahre der Weiterbildung müssen zusätzlich zur Gebietsweiterbildung abgeleistet werden.
Angerechnet werden können ½ Jahr Weiterbildung im Gebiet Anästhesiologie oder Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Inhalt und Ziel der Weiterbildung:
Vermittlung, Erwerb und Nachweis besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in theoretischen Grundlagen und der praktischen Durchführung der Neonatologie einschließlich der Behandlungsverfahren und Ernährungsregimes des Gebietes.
Hierzu gehören im Schwerpunkt Neonatologie
1. Besondere Kenntnisse und Erfahrungen in
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Ätiologie, Pathophysiologie, Symptomatologie, Diagnostik, Differentialdiagnostik, Überwachung und Behandlung von Störungen und Erkrankungen während der postnatalen Adaptation einschließlich der Störungen der Atmung des Neugeborenen und den einschlägigen Behandlungsmethoden |
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den sonographischen Untersuchungen des Gehirns sowie in der entwicklungsneurologischen Diagnostik |
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den Störungen der Kreislaufumstellung, der Temperaturregulation, der Ausscheidungsfunktion und des Säure-, Basen-, Wasser- und Elektrolythaushaltes einschließlich der Infusions- und Transfusionsbehandlung, besonders bei Störungen im Bilirubinstoffwechsel mit Indikationsstellung und Durchführung der Austauschtransfusion |
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der Diagnostik und Behandlung der prä- und postnatalen Infektionen des Neugeborenen |
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der Indikationsstellung und Durchführung der enteralen und parenteralen Ernährung |
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den Besonderheiten der medikamentösen Therapie des Früh- und Neugeborenen |
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der Transportbegleitung schwerkranker Neugeborener |
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der Diagnostik und Therapie der Störungen des Sauerstofftransportes und der Sauerstoffaufnahme einschließlich der Frühgeborenen-Retinopathie und des Atemnotsyndroms |
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der Primärversorgung und Reanimation des Früh- und Neugeborenen |
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