Home >
Qualitätssicherung
>
Externe Qualitätssicherung
>
Chirurgie
>
Chirurgie 2004
>
Externe Qualitätssicherung in der Chirurgie im Freistaat Sachsen 2004
Dr. Henry Jungnickel, Dresden, Vorsitzender
Auch im Jahr 2004 hat die Arbeitsgruppe Viszeral- und Gefäßchirurgie ihre Arbeit im Rahmen der externen Qualitätssicherung erfolgreich fortgesetzt.
Zunächst wurden nochmals die Ergebnisse des Erhebungsjahres 2002 analysiert und der Bericht an das Lenkungsgremium vorbereitet. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgte in einem Vortrag in der 1. Öffentlichen Beratung des Lenkungsgremiums am 04.02.2004.
Hauptaufgabe war jedoch die Bewertung der Ergebnisse des Jahres 2003. Es konnten nochmals die Module 10/2 (Carotisrekonstruktion), 12/1 (Cholezystektomie), 12/2 (Appendektomie) und 12/3 (Leistenhernie) ausgewertet werden. Die Datenlage war jedoch in den Modulen der Viszeralchirurgie nur unvollständig. Die Umstellung der Version 5.0.1 auf die Version 6.0 konnte von den Softwareanbietern nicht zeitnah zum Jahreswechsel ermöglicht werden, so dass vom Bundeskuratorium im ersten Halbjahr die simultane Erfassung beider Versionen gestattet wurde. Die Version 6.0 war erst ab dem 01.07.2003 für alle Einrichtungen verpflichtend. Bei der Auswertung der Qualitätssicherung hat sich gezeigt, dass die BQS keine Mapping-Vorschriften erarbeitet hat, so dass die in der 5.0.1-er Version erfassten Fälle nicht mit in die Auswertung einbezogen werden konnten. So gingen ca. 25 Prozent der erarbeiteten Datensätze praktisch verloren. Dennoch wurden in allen Modulen die von der BQS festgelegten Qualitätsindikatoren überprüft, für alle Indikatoren wurden Referenzbereiche festgelegt. Die Ergebnisse der externen Qualitätssicherung wurden wie gewohnt im Ärzteblatt Sachsen (Ausgabe Januar 2005) veröffentlicht. Erstmals wurden alle Kliniken, auch wenn sie nur in einem Qualitätsmerkmal außerhalb des Referenzbereiches lagen, angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten. Somit waren 37 Klinikanschreiben notwendig, bis Anfang Januar lagen bereits 28 Antwortschreiben vor. Häufig lagen Dokumentationsfehler vor, die dokumentierte schlechte Qualität entsprach somit nicht der Realität, eine nachträgliche Änderung der Ergebnisse ist jedoch nicht möglich. Die Kommunikation mit den einzelnen Kliniken wird jedoch zur sorgfältigeren Dokumentation Anlass sein.
Der Leiter der Arbeitsgruppe, Dr. Jungnickel, ist gleichzeitig Mitglied der Fachgruppe Viszeralchirurgie in der BQS (Vertreter der Bundesärztekammer). Er hat an den Beratungen in Düsseldorf fünfmal im Jahr 2004 teilgenommen. Der Kontakt auf Bundes- und Landesebene ist somit unmittelbar gewährleistet.
Im Jahr 2004 waren nur noch die Module 10/2 (Carotisrekonstruktion) und 12/1 (Cholezystektomie) verpflichtend zu erfassen. Die Arbeitsgruppe bedauert, dass gerade im Hinblick auf die Hernienchirurgie mit unverändert gleichbleibender Rezidivrate - um 10 Prozent trotz vieler neuer Operationsmethoden - ausdrücklich und regt erneut eine Erfassung der Leistenhernien auch unter Einbezug des ambulanten Sektors und einer Longitudinalbeobachtung an.
Besonders bedanken möchten wir uns bei den Mitarbeitern der Projektgeschäftsstelle über die immer sehr gute Zusammenarbeit.
Sie können folgende Berichte als PDF-Datei herunterladen:
Jahresstatistik 2004 - Modul 10/2 PDF-Datei (223 KB)
Jahresstatistik 2004 - Modul 12/1 PDF-Datei (222 KB)
Hier finden Sie die Berichte für die Jahre 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003
|