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Diagnosecodierung: Informationsplattform für Vertragsärzte
Pressemitteilung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (ZI) hat die Website ZI-Observatorium eingerichtet. Diese soll eine Informationsplattform für Vertragsärzte und Kassenärztliche Vereinigungen zum Thema Codierung werden. Ärzte können hier namentlich oder anonym ihre Erfahrungen mitteilen oder fachliche Fragen rund um das Thema Diagnosecodierung stellen. Damit soll festgestellt werden, ob es bundesweit Bemühungen von Krankenkassen gibt, die Diagnosecodierung von Vertragsärzten zu manipulieren.
Wie viel Geld eine Krankenkasse aus dem Gesundheitsfonds erhält, hängt seit diesem Jahr auch von der Morbidität (den Krankheiten) ihrer Versicherten ab. Für Versicherte, deren Krankheiten durchschnittlich einen hohen Behandlungsaufwand erfordern, erhalten die Krankenkassen mehr Geld aus dem Fonds (Risikozuschläge). Seit Bekanntwerden der Zuschlagssystematik haben deshalb einige Krankenkassen versucht, die Diagnosezuschreibung (Codierung) der Ärzte zu beeinflussen. Das neue Angebot soll jetzt helfen zu beobachten, welchem Druck die Ärzte derzeit von Seiten der Kassen ausgesetzt sind. Darüber hinaus sollen fachliche Fragen erkannt werden, bei denen Vertragsärzte Unterstützung benötigen. Das ZI-Observatorium ist unter www.zi-berlin.de/zi-observatorium zu erreichen. Fragen und Hinweise nimmt das ZI über das dort bereitgestellte Kontaktformular oder per E-Mail unter zi-observatorium@zi-berlin.de entgegen.
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