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Jahrgang 2004
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Pressemitteilung: Sächsische Ärzte lehnen Altersbegrenzung bei medizinischen Behandlungen ab
Dresden: Die Mandatsträger der Sächsischen Kammerversammlung haben auf dem 13. Sächsischen Ärztetag eine Altersbegrenzung für medizinische Leistungen als unethisch und mit dem Arztberuf nicht vereinbar abgelehnt. "Kein Mensch darf sich ein Urteil darüber anmaßen, ab welchem Alter medizinische Leistungen aus ökonomischer Sicht noch vertretbar sind und wann nicht. Maßstab für uns Ärzte ist der Mensch und die Aussicht auf Heilung einer Krankheit oder zumindest Verbesserung einer Lebenssituation", so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, heute auf dem 13. Sächsischen Ärztetag in Dresden.
Hintergrund der Diskussion sind die Äußerungen von Wissenschaftlern und Theologen in einem Fernsehbeitrag über eine Alterbegrenzung für teure medizinische Leistungen ab dem 75. Lebensjahr. Auch die Debatten um eine aktive Sterbehilfe sind zunehmend von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Die sächsischen Ärzte lehnen diese Betrachtungsweisen ab. Prof. Schulze: "Wir wollen helfen, heilen und Schmerzen lindern. Wenn es gelingt, die palliativmedizinische Betreuung zu verbessern, dann wird einer Debatte um aktive Sterbehilfe die Grundlage entzogen. Es muss durch ein Umdenken bei Krankenkassen und der Politik gelingen, das Leben bis zu seinem Ende lebenswert zu gestalten. Wir sind dazu bereit und wir sind es unseren Patienten schuldig".
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