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Jahrgang 2004
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Pressemitteilung: Bürokratie in der Medizin geht zu Lasten der Patienten
Dresden: "Die bürokratischen Vorgaben und das Kontrollbedürfnis durch die Politik rauben uns zunehmend Zeit für unsere Patienten. Mit der Einführung neuer ambulanter und stationärer Behandlungs- und Abrechnungsprogramme wird dieser Trend sich weiter verstärken", so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, heute auf dem 13. Sächsischen Ärztetag in Dresden.
Eine ganzheitliche Medizin und mehr Behandlungszeit werden verstärkt auch von den Patienten eingefordert. "Doch wie soll das gehen, wenn wir für das Ausfüllen von Verwaltungs- und Abrechnungsbögen mehr Zeit brauchen, als für die Behandlung selbst bleibt", so Prof. Schulze weiter. Das Deutsche Krankenhausinstitut hat kürzlich in einer Untersuchung ermittelt, dass zum Beispiel ein Chirurg an einem Krankenhaus pro Tag 162 Minuten und ein Facharzt für Innere Medizin 195 Minuten (drei Stunden) nur mit Dokumentationsaufgaben verbringt. Zuerst leidet unter der Bürokratie das Patienten-Arzt-Verhältnis - eine von Vertrauen und Zuwendung geprägte Beziehung. Die Einführung von neuen Behandlungs- und Abrechnungsprogrammen durch die Bundesregierung mit den dafür notwendigen Kontrollmechanismen wird diesen Trend noch verstärken und gleichzeitig die Qualität der medizinischen Versorgung nicht nur in Sachsen mindern.
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