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Pressemitteilung: Rahmenbedingungen für Palliativmedizin verbessern

Dresden: Die Debatten um eine aktive Sterbehilfe sind in Deutschland oft durch wirtschaftliche Interessen und von den Entwicklungen in Belgien und den Niederlanden beeinflusst. Die sächsischen Ärzte lehnen diese Betrachtungsweisen ab. "Wir wollen helfen, heilen und Schmerzen lindern. Wenn es uns gelingt die palliativmedizinische Betreuung zu verbessern, dann wird einer Debatte um eine aktive Sterbehilfe oder einer Altersgrenze bei medizinischen Leistungen die Grundlage entzogen" so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, heute auf dem 13. Sächsischen Ärztetag in Dresden.

In diesem Zusammenhang verwies der Präsident auch auf die Notwendigkeit, die diagnoseorientierten Fallpauschalen (DRG) an Krankenhäusern einer dringenden fachlichen Nachbesserung zu unterziehen. Prof. Schulze: "Die jetzt auftretenden Probleme hinsichtlich Zeitplan und Krankheitsbildern hatten wir frühzeitig und noch vor der Einführung dieser Fallpauschalen dargelegt, doch war die Politik nicht bereit, sich darauf einzulassen. Damit zum Beispiel auch die Palliativmedizin adäquat am Krankenhaus bezahlt und Schwerstverletzte sowie Multimorbide umfassend behandelt werden können, müssen Nachbesserungen erfolgen". Im Interesse schwerstkranker oder unheilbarer Patienten muss aus ärztlicher Sicht der Einführungsprozess von DRG weiterhin kritisch-konstruktiv begleitet werden.

Umfragen belegen immer wieder den Wunsch unheilbar kranker Menschen, in Würde, zu Hause und ohne Schmerzen das Lebensende zu erreichen. Diesen Wünschen wird die aktuelle palliativmedizinische Betreuung aus finanzieller und personeller Sicht nicht gerecht. Trotz des hohen persönlichen Einsatzes von Ärzten und Pflegekräften Bedarf es umfangreicher Veränderungen bei den Rahmenbedingungen und der Ausbildung. Auch der 106. Deutsche Ärztetag in Köln sah in der Palliativmedizin eine der wesentlichsten Herausforderungen der kommenden Jahre.

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