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Jahrgang 2004
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Pressemitteilung: Staatliche Zwangsfortbildung für Ärzte wird abgelehnt
Dresden: "Die Fort- und Weiterbildung von Ärzten ist und bleibt die Aufgabe der Selbstverwaltung, der medizinischen Universitäten und der Fachgesellschaften. Rezertifizierung und Pflichtfortbildung sind zentralstaatliche Instrumente, welche nicht zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung oder gar zur Kostensenkung beitragen können", so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, heute auf dem 13. Sächsischen Ärztetag in Dresden.
Gerade die Freiwilligkeit in Art und Weise medizinischer Fortbildung ist ein Garant dafür, dass ein Arzt seine persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen optimal nutzen kann. Als Bestandteil des ärztlichen Berufsstandes und seiner Berufsordnung ist die freiwillige Fortbildung zudem ein in Jahrhunderten gewachsenes Kennzeichen ärztlicher Tätigkeit. Nicht nur berühmte Mediziner haben sich in der Vergangenheit ihre Kenntnisse im Selbststudium und schlaflosen Nächten auf eigene Kosten angeeignet. Prof. Schulze: "Eine, wie auch immer geartete, staatliche Kontrollbehörde würde niemals den wissenschaftlichen und organisatorischen Anforderungen dieser Aufgabe gerecht werden können, ohne in einem völlig überzogenen Maße Steuergelder zu verschwenden".
Während die Bundesregierung Qualitätssicherung in der Medizin betreiben will, schafft die gleiche Regierung auf der anderen Seite gegen den Widerstand der Betroffenen in 60 von 80 Handwerksberufen die Meisterbriefe als Qualitätssiegel ab. Auch die Qualitätsanforderungen an Wirtschaftsprüfer sollen herabgesetzt werden. "Das grenzt schon an Schizophrenie", so der Präsident weiter. Das freiwillige Fortbildungszertifikat für Ärzte in Sachsen zeigt einen Weg auf, wie die vorhandene fachliche Qualifikation gegenüber dem Patienten dargestellt werden kann. Auf dem 106. Deutschen Ärztetag in Köln sind die Fortbildungszertifikate einzelner Ärztekammern nach einer Modellphase zur Einführung in ganz Deutschland empfohlen worden.
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