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Jahrgang 2004
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Pressemitteilung: Qualität in der Medizin ist Aufgabe der Ärzte
Dresden: Nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums soll ein staatliches Zentrum für Qualität in der Medizin ureigenste Aufgaben der Landesärztekammern übernehmen. Dazu gehört die Erarbeitung von Leitlinien, die im Vertragsrecht umzusetzen sind. "Damit soll offensichtlich die Selbstverwaltung zurückgefahren und die Ärzteschaft in eine Qualitätsdebatte gedrängt werden", so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, heute auf dem 13. Sächsischen Ärztetag in Dresden.
Die zentralen Maßnahmen des Reformkonzeptes beruhen alle auf der Annahme, das es eine Unter-, Über- und Fehlversorgung in Deutschland gibt. Doch diese Annahme ist nicht wirklich belegt. Im internationalen Vergleich ist die medizinische Versorgung in Deutschland immer noch eine der Besten. Und die Ausgaben bewegen sich, unter Beachtung von Demographie, Bevölkerungsstruktur und Versorgungsangeboten, in einem Mittelfeld. Trotzdem haben die politischen Parteien eine Qualitäts- und Wettbewerbsdebatte auf die Agenda gesetzt. Das Ziel besteht darin, die Ärzteschaft in eine Qualitätsdebatte einzubinden, um in der Diskussion das von der Rot-Grünen Regierung geplante "Deutsche Zentrum für Qualität in der Medizin" zu rechtfertigen. Auch ein Kompromissvorschlag der Ärzte würde nur als Bestätigung für ein Qualitätsdefizit in der Medizin gesehen. Prof. Schulze: "Deshalb lassen wir uns auf diese Debatte nicht ein. Die tagtäglich schwere Arbeit der Heilberufe am Patienten, die tausendfachen täglichen, medizinischen Behandlungen in Sachsen sind von einer hohen Qualität gekennzeichnet. Die Ärzte, Schwestern und Pflegekräfte gehen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zum Teil bis an das Ende ihrer physischen Kräfte. Und trotz der politischen Einflussnahmen der letzten Jahre ist es nur Ihnen zu verdanken, dass die medizinische Versorgung in Sachsen und Deutschland auf so hohem Niveau und mit so viel persönlicher Anteilnahme sicher gestellt wurde und wird.
Qualitätssicherung in der Medizin war und ist Aufgabe der Selbstverwaltung, der medizinischen Universitäten und der Fachgesellschaften".
Derzeit existieren in Deutschland zur Qualitätssicherung bereits folgende Einrichtungen:
- Bundeskuratorium Qualitätssicherung
- Arzneimittelkommission der Ärzteschaft
- Koordinierungsausschuss, Bundesausschüsse und Krankenhausausschuss
- Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin
- Ärztliche Spitzenorganisationen, Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung
- Kooperation für Transparenz und Qualität der Selbstverwaltungspartner
- Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Informatik
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