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Ärzte des Uni-Klinikums Dresden streikten

Dresden - Erstmals haben sich Ärzte des Dresdner Universitätsklinikums am 2. Mai 2006 an den seit mehreren Wochen andauernden bundesweiten Streikaktionen beteiligt. Mit Lohndumping müsse Schluss sein, forderte der Landes-Chef des Marburger Bundes, Dieter Kamprad, bei einer Kundgebung in Dresden. Daran beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 320 Ärzte.

Der Marburger Bund verlangt eine Anhebung der Ärzte-Bezüge um 30 Prozent. Das Gehalt sei in vorhergehenden Tarifrunden verloren gegangen, sagte Kamprad. Einbußen gab es auch wegen der Abschaffung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Die Ärzte fordern die Erfassung und Bezahlung von Überstunden sowie längere Laufzeiten für ihre Arbeitsverträge.

Die Dresdner Uni-Ärzte fürchten ihrem Sprecher Sebastian Stehr zufolge weitere Einbußen, sollte ihr Klinikum zu Beginn nächsten Jahres das Dienstsystem auf Schichtbetrieb umstellen. Rund 80 Prozent der etwa 700 Ärzte am Universitätsklinikum sind laut Stehr von den Tarifverhandlungen betroffen. Die Dresdner Ärzte wollten an diesem Mittwoch am bundesweiten Ärzte-Protesttag in Berlin teilnehmen.

Die Sächsische Landesärztekammer sagte ihre volle Unterstützung für die Forderungen der Ärzte zu.

Weitere Informationen unter 0351 / 8267 160.

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