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Tarifvertrag für kommunale Krankenhausärzte beschlossen

Marburger Bund und Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände beschließen Ärzte-Tarifvertrag
Pressemitteilung des Marburger Bundes

Berlin - Der erste arztspezifische Tarifvertrag für die rund 55 000 kommunalen Krankenhausärzte ist unter Dach und Fach. Am vergangenen Donnerstag (23. November 2006) hatte die Große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) dem Tarifvertrag zugestimmt. Der Tarifvertrag für die kommunalen Krankenhausärzte ist der zweite Tarifabschluss des Marburger Bundes im öffentlichen Dienst. Bereits am 31. Oktober 2006 hatte der MB mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder einen arztspezifischen Tarifvertrag für die rund 22 000 Universitätsärzte unterzeichnet.

Zu den Kerninhalten des Tarifvertrages zähle eine wöchentliche Arbeitszeit der Krankenhausärzte von 40 Stunden und eine bessere Bereitschaftsdienstvergütung. So werde ein Klinikarzt für einen 16stündigen Bereitschaftsdienst der höchsten Belastungsstufe statt bisher 116,60 Euro fortan 133,80 Euro erhalten. Darüber hinaus wurde ein 25prozentiger Vergütungszuschlag für Bereitschaftsdienste an Feiertagen vereinbart. Zudem sei aus Gründen des Arbeitsschutzes nun auch tarifvertraglich die Bewertung der Bereitschaftsdienste als Arbeitszeit anerkannt, was gemeinsam mit der Dokumentation der tatsächlichen Arbeitsleistung Voraussetzung für bessere Arbeitsbedingungen sei.

Dennoch wurden nicht alle Ziele erreicht. Insbesondere beim Einkommen mussten schwierige Kompromisse akzeptiert werden. Grundsätzlich sei es dem MB gelungen, mit dem eigenen Tarifvertrag die drohenden Einkommensverluste des von Verdi verhandelten Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) vermieden zu haben. Als unsachlich und falsch bezeichnete der MB hingegen Aussagen der Arbeitgeber, wonach als Folge der Ärzte-Tarifverträge angebliche Kostensteigerungen in Milliardenhöhe entstünden.

Weitere Informationen zum Tarifvertrag finden Sie unter http://www.marburger-bund.de.

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