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Jahrgang 2008
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Stopp des Gesundheitsfonds
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Hoppe fordert Stopp des Gesundheitsfonds Ärztepräsident schlägt Modellphase zur Erprobung des Fonds vor
Berlin, 12.09.2008 - „Der Gesundheitsfonds ist ein weiterer Schritt
auf dem Weg in die Staatsmedizin. Die Regierung legt nach
wirtschaftlicher Opportunität und haushaltspolitischer Machbarkeit
fest, wie viel Geld für die Versorgung der Patienten ausgegeben
werden darf. Damit hängt die Versorgung der Patienten
künftig vom Spardiktat der Finanzpolitiker ab. Der tatsächliche
Versorgungsbedarf gerät völlig aus dem Blick”, warnte heute
Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer,
vor den Folgen der geplanten Einführung des Gesundheitsfonds.
„Wir sind längst auf einer Abwärtsspirale in der Qualität medizinischer
Versorgung. Der Gesundheitsfonds ist ein Experiment mit
höchst fragwürdigem Ausgang. Wir appellieren daher eindringlich
an alle verantwortlichen Politiker, das Projekt zu stoppen, solange
dies noch möglich ist”, sagte Hoppe. Notwendig sei zunächst eine
Modellphase zur Erprobung des virtuellen Fonds. „Man muss sich
doch erst einmal über die Folgen im Klaren sein, bevor man eine
solche Umwälzung im Gesundheitswesen in Angriff nimmt”, sagte
Hoppe.
Der geplante Fonds sei definitiv keine Lösung für eine nachhaltige
Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung und erst recht
kein Förderprogramm für eine moderne Medizin. „Der Fonds in
seiner gegenwärtigen Form ist eine zentralistische Geldsammelstelle,
die unter gefälligem Namen Rationierung verfestigen wird”,
so Hoppe. Eine zukunftsweisende, generationengerechte Politik
sehe anders aus. „Es wäre ein Gebot der Solidarität, die Kassenbeiträge
nach der tatsächlichen finanziellen Leistungsfähigkeit der
Versicherten zu bemessen. Und es ist an der Zeit, in der GKV sukzessive
eine Demografiereserve für eine Gesellschaft des langen
Lebens aufzubauen”, forderte der Ärztepräsident.
Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Internet unter www.bundesaerztekammer.de
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