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Tarifeinigung für Klinikärzte: Höhere Gehälter, sofortige Ost-West-Angleichung, keine Arbeitszeiterhöhung

Dresden: Der Tarifkonflikt der Klinikärzte ist endlich beigelegt. Nach einem Verhandlungsmarathon haben sich die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände auf eine Erhöhung der Ärztegehälter geeinigt. Demnach steigen die Einkommen der kommunalen Klinikärzte in zwei Stufen um insgesamt rund acht Prozent. Darüber hinaus sei der Forderung entsprochen und eine umgehende Anpassung der Ostgehälter an das Westniveau vereinbart worden. „Diese Angleichung war 18 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung längst überfällig”, erklärte der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze.

Die große politische Ungerechtigkeit, ostdeutsche Klinikärzte mit einem Abschlag zu bestrafen, hat nicht zuletzt im erheblichen Maße zur Ärzteflucht aus den neuen Bundesländern in den Westen der Republik, ins Ausland oder in andere Berufsfelder beigetragen.

Laut Tarifparteien sollen die Gehälter der Klinikärzte noch in diesem Jahr rückwirkend zum 1. April 2008 um durchschnittlich rund vier Prozent steigen. Zum 1. Januar 2009 steigt das Gehalt um weitere 3,8 Prozent. Eine Verlängerung der Arbeitszeit der Mediziner von 40 auf 41,5 Wochenstunden konnte dagegen verhindert werden. „Den Ärzten im öffentlichen Dienst, die ohnehin mit Abstand die längsten Arbeitszeiten haben, können keine weiteren Belastungen zugemutet werden”, so Prof. Schulze. Die Umsetzung der Tarifeinigung erfordere allerdings eine verbesserte Finanzausstattung der Krankenhäuser.

Ein weiteres wichtiges Element dieser Tarifeinigung sei zudem der Einstieg in eine neue Struktur der Entgelttabelle. Ab dem 1. Januar 2009 würden beispielsweise Fachärzte der vierten Entgeltstufe nicht mehr wie bisher erst nach 60 Monaten, sondern bereits nach 24 Monaten in die nächste, höhere Entgeltstufe aufsteigen.

Weitere Informationen unter 0351 / 82 67 160.

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