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Bundesgesundheitsministerium verbreitet erneut falsche Zahl - „29 Prozent” mehr Gehalt für sächsische Ärzte frei erfunden

Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS)

Dresden: Laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Ulla Schmidt sollen die Kassenärzte im Freistaat Sachsen 2009 gegenüber 2007 einen Zuschlag von 29 Prozent erhalten. Bereits vor zwei Wochen hat die Ministerin ihren Staatssekretär Schwanitz diese falschen Zahlen öffentlich verkünden lassen. „Will das Bundesgesundheitsministerium schon wieder die Mär vom gierigen Arzt bedienen”, kommentiert der Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen, Dr. Klaus Heckemann, mit völligem Unverständnis die wiederholt in die Medien getragenen Zahlen über angeblich utopische Honorarsteigerungen der sächsischen Kassenärzte.

Bei den Angaben handelt sich laut KVS um Hochrechnungen des Institutes des zentralen Erweiterten Bewertungsausschusses, die mit dem zwischen KV und Krankenkassen letztendlich erzielten Abschluss nichts zu tun hätten. Dr. Heckemann: „Der Honorarzuwachs gegenüber 2007 wird in Sachsen nur ca. 17 Prozent betragen. Damit wird die jahrzehntelange finanzielle Schlechterstellung der Ärzte in den neuen Bundesländern von 80 % auf 94 % im Vergleich zu den alten Ländern nur teilweise korrigiert.”

Gegenwärtig arbeiten die KVen mit Hochdruck daran, die auf der Grundlage gesetzlicher Vorgaben entstandenen Honorarverwerfungen der Vergütungsreform abzumildern. Für die KVS ist es deshalb nur politisch zu erklären, wenn Frau Schmidt mit Phantasiezahlen die Neiddebatte anheizt. Die KVS will sich wegen der wiederholten Falschdarstellung rechtliche Schritte vorbehalten.

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