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20 Jahre Marburger Bund Sachsen

Pressemitteilung

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund Sachsen feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Am 8. März 1990 wurde im Gewandhaus Leipzig in einer Versammlung von 1.120 Ärztinnen und Ärzten der Landesverband Sachsen des Marburger Bundes gegründet. Der Marburger Bund ist die gesundheits-, berufs- und tarifpolitische Interessenvertretung der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte im Freistaat Sachsen, aber auch der Medizinstudierenden an den Universitäten Leipzig und Dresden.

Mit mehr als 3.000 Mitgliedern in Sachsen und über 105.000 bundesweit ist der Marburger Bund Europas größte Ärzteorganisation mit freiwilliger Mitgliedschaft und die einzige tariffähige Ärztegewerkschaft Deutschlands. Der Marburger Bund setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen und die leistungsgerechte Vergütung der angestellten Ärztinnen und Ärzte, aber auch für eine Verbesserung der Bedingungen in der Facharztweiterbildung sowie im Medizinstudium ein. Der Marburger Bund hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der „Arzt im Praktikum” abgeschafft wurde und der Bereitschaftsdienst, den die Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken erbringen, vollumfänglich als Arbeitszeit gewertet wird. Mit der aktuellen Kampagne „Für ein familienfreundliches Krankenhaus” richtet der Marburger Bund einen weiteren Fokus auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen im Krankenhaus. Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben der Krankenhäuser. Nicht zuletzt stellt sich der Marburger Bund den ethischen Fragen der Zukunft, z.B. nach der Vereinbarkeit von demographischer Herausforderung und ökonomischen Zwängen im Hinblick auf eine älter werdende Bevölkerung und der Rolle des Arztes als Mittler in der Gesellschaft.

In den 20 Jahren seines Bestehens hat sich der Landesverband Sachsen des Marburger Bundes als Interessenvertretung der angestellten Ärztinnen und Ärzte zu einer festen Größe in der sächsischen Krankenhauslandschaft entwickelt. Der Marburger Bund Sachsen wird deshalb am 8. Mai im Vorfeld des 113. Deutschen Ärztetages sowie der 117. Hauptversammlung des Marburger Bundes, welche in diesem Frühjahr in Dresden stattfinden werden, neben der Führungsspitze des MB-Bundesverbandes und den Vorsitzenden der anderen Landesverbände des Marburger Bundes auch Vertreter der sächsischen Gesundheits-und Berufspolitik zu einem Jubiläumsempfang im Sächsischen Landtag begrüßen.

„Wir schauen auf eine bewegte Zeit zurück und freuen uns auf die vor uns liegenden Aufgaben”, sagt Diplommedizinerin Sabine Ermer, die den Verband als 1. Vorsitzende seit 2006 ehrenamtlich leitet. „In der Zukunft wird es noch stärker darauf ankommen, die Grundwerte der ärztlichen Berufsausübung zu erhalten und gegen eine immer weiter um sich greifende Ökonomiesierung der ärztlichen Tätigkeit zu schützen.”

Dr. Martin Fuhrmann, seit 2009 als 2. Vorsitzender des Marburger Bundes Sachsen tätig, weist darauf hin, dass der sich weiter verstärkende Ärztemangel Anlass sein muss, die Arbeitsbedingungen der angestellten Ärztinnen und Ärzte kurzfristig erheblich zu verbessern. Der Marburger Bund Sachsen wird sich in diesem Sinne weiter für die Interessen seiner Mitglieder engagieren.

Kontakt:

Marburger Bund, Landesverband Sachsen
Tel.: 0351/475 54 20
Web: www.marburger-bund.de/sachsen
E-Mail: info@sachsen.marburger-bund.de

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