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Prävention durch Schutzimpfungen - Grippe-Saison naht

Dresden: Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Präventivmaßnahmen in der Medizin. In Deutschland besteht jedoch keine generelle Impfpflicht, sodass inzwischen weniger als die Hälfte der Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter, bei den Senioren sogar nur jeder Dritte, einen ausreichenden Impfschutz besitzt.

Die Bereitschaft der Menschen, sich impfen zu lassen, sinkt von Jahr zu Jahr. Dies wiederum erhöht das Risiko, dass längst besiegt geglaubte Krankheiten wie Diphtherie und Kinderlähmung wieder aufleben und Masern und Windpocken nicht auf ein Minimum zurückgedrängt (eliminiert) werden. So hat Deutschland das WHO-Ziel der Maserneliminierung in Europa 2010 erneut als eines der wenigen Länder verfehlt. Bis zum 22.9.2010 wurden bereits 574 Erkrankungen gemeldet. Die so genannten Kinderkrankheiten dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden, weil sie bei Kindern und Erwachsenen zu schweren Komplikationen führen können.

Im Freistaat Sachsen sind die Ergebnisse zwar besser, dennoch wäre die von der Sächsischen Landesärztekammer geforderte Einführung einer elektronischen Impfdatenbank eine wichtige Voraussetzung zur genauen Analyse und individuellen Erinnerung an Impftermine.

„Impfungen bieten erwiesenermaßen den besten Schutz vor Infektionskrankheiten. Es ist deshalb besonders wichtig, Aufmerksamkeit bei den Bürgern, insbesondere Eltern und Jugendlichen, zu wecken. Den aktuellen Impfstatus können diese anhand ihrer Impfdokumente beim Hausarzt oder dem Gesundheitsamt feststellen lassen”, betont Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer.

Der Präsident appelliert zur beginnenden Grippe-Saison an die Bürgerinnen und Bürger, das Angebot von Schutzimpfungen, insbesondere den Grippeschutz, wahrzunehmen.

Nähere Informationen zu Impfungen halten die niedergelassenen Ärzte sowie die Gesundheitsämter bereit.

Weitere Informationen unter 0351 8267 160.

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