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Psychischer Gesundheitszustand der Deutschen besser als in anderen EU-Ländern

Fast jeder zehnte Europäer leidet unter psychischen Störungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der EU-Kommission zur psychischen Gesundheit der EU-Bürger. Mit mehr als 55.000 Selbsttötungen im Jahr - drei Viertel davon sind Männer - stellt der Suizid eine der häufigsten Todesursache in Europa dar.

Im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten ist es um die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Deutschen gut bestellt: 71 Prozent von ihnen gaben an, sich in den vergangenen vier Wochen ruhig und gelassen gefühlt zu haben. Ähnlich äußerten sich lediglich 60 Prozent der Befragten aus den anderen Mitgliedstaaten. Zudem fühlen sich deutsche Bürger nur selten oder mitunter gar nicht niedergeschlagen, erschöpft oder deprimiert. Lediglich drei Prozent der Deutschen gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten Antidepressiva eingenommen zu haben. Im Gegensatz zum EU-Durchschnitt nehmen sie das Medikament allerdings fast doppelt so häufig gegen Depressionen als gegen Angstzustände ein. Mit 15 Prozent nehmen die Portugiesen am häufigsten Antidepressiva.

Insgesamt waren mehr als 26.000 EU-Bürger zwischen dem 26. Februar und 17. März 2010 zu ihrem psychischen Wohlbefinden befragt worden.

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