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Ergebnisse des Gemeinsamen Krebsregisters - Brustkrebs im Freistaat Sachsen

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz

Brustkrebs ist bei Frauen mit Abstand die häufigste Tumorerkrankung. Jede vierte Krebsdiagnose (25,2 Prozent) der weiblichen Bevölkerung des Freistaates Sachsen betrifft die Brust. Dies sind Ergebnisse des Gemeinsamen Krebsregisters der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen (GKR). Für das Diagnosejahr 2007 wurden im GKR 2.895 Brustkrebsfälle bei Frauen in Sachsen registriert (2006: 2.824 Fälle, 25,4 Prozent). Die Mortalitätsstatistik weist für dasselbe Jahr 796 Todesfälle infolge Brustkrebs aus (2006: 820 Todesfälle).

Nennenswerte altersspezifische Neuerkrankungsraten sind bereits ab dem 40. Lebensjahr zu beobachten. 2007 wurde für die 40- bis 44-jährigen Frauen in Sachsen eine Neuerkrankungsrate von 90,8 je 100.000 (2006: 90,6) registriert. In den nachfolgenden Altersgruppen ist ein fast kontinuierlicher Anstieg der Neuerkrankungsrate zu beobachten. Bei den 65-69-jährigen Frauen beträgt sie 240,6 Erkrankungen je 100.000 (2006: 250,3).

Wird Brustkrebs früh erkannt, haben betroffene Frauen sehr gute Überlebenschancen. Solange der Tumor lokal begrenzt ist, d.h. die Lymphknoten nicht betroffen sind, überleben rund 96 Prozent der Erkrankten die nächsten fünf Jahre. An dieser Stelle setzt das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening für Frauen zwischen 50 und 70 Jahren an. Das bereits 2002 von Bundestag und Bundesrat beschlossene Brustkrebs-Screening für Frauen wird in Sachsen seit Mitte 2007 umgesetzt. Die Ziele des Programms - die Senkung der Mortalität und eine schonendere Behandlung der Patientinnen - sollen durch die Brustkrebsdiagnose in einem frühen Stadium erreicht werden. So war im Jahr 2008 der Anteil der prognostisch günstigen Tumore mit einer Größe von unter 1 cm in der screeningberechtigten Altersgruppe in Sachsen doppelt so hoch wie in den anderen Altersgruppen. Während bei den 50- bis 69-Jährigen 16,4 Prozent der Tumore bei Diagnose kleiner als 1 cm waren, war dies bei den anderen Patientengruppen nur in 8,2 Prozent der Fälle so (2007: 11,3 Prozent bzw. 7,6 Prozent).

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