Ärztliche Stelle Röntgenverordnung / Strahlenschutzverordnung

 

Die Anwendung ionisierender Strahlung und radioaktiver Stoffe in der Heilkunde bedarf der Qualitätssicherung. Sie ist von wesentlicher Bedeutung für die diagnostischen Aussagen, für die Durchführung und die Ergebnisse einer Behandlung.

Aufgaben der Ärztlichen Stelle

  • die Überprüfung, ob die diagnostischen und therapeutischen Strahlenanwendungen unter Berücksichtigung der rechtfertigenden Indikation dem Stand der Heilkunde und den Erfordernissen der medizinischen Wissenschaft entsprechen,
  • die Überprüfung, ob die Qualitätsstandards bei der medizinischen Strahlenanwendung bei Untersuchungen und Behandlungen und der Aufzeichnungen der Parameter der Strahlenanwendung am Menschen eingehalten werden,
  • die Überprüfung der Maßnahmen zur Optimierung der diagnostischen Strahlenanwendung mit möglichst geringer Strahlendosis für den Patienten bei diagnostisch aussagefähiger Bildqualität,
  • die Überprüfung der Beachtung der vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlichten diagnostischen Referenzwerte in der Röntgendiagnostik und in der Nuklearmedizin,
  • die Überprüfung der Unterlagen der strahlentherapeutischen Vorrichtungen mit Planungs- und Lokalisationssystemen und Dosierungsverfahren sowie der nuklearmedizinischen Vorrichtungen und Verfahren, ob sie unter Berücksichtigung des Standes der Technik dem erforderlichen Qualitätsstandard entsprechen,
  • die Unterbreitung von Verbesserungsvorschlägen an den Strahlenschutzverantwortlichen zur Optimierung der medizinischen Strahlenanwendung und die Überprüfung der Umsetzung dieser Vorschläge.

Rechtsgrundlagen

Die Röntgenverordnung (§ 17a) und die Strahlenschutzverordnung (§ 83) sehen die Bestimmung von Ärztlichen Stellen vor, die alle Anwender radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung in der Medizin ohne weitere Unterteilung nach stationärem oder ambulantem Einsatz prüfen sollen. Diese können eine gemeinsame Infrastruktur nutzen.

Das Referat "Ärztliche Stelle RöV/StrlSchV" der Sächsischen Landesärztekammer betreut die Fachkommissionen Röntgen, Nuklearmedizin und Strahlentherapie.

Die Ärztlichen Stellen haben eine Mittlerfunktion zwischen dem Strahlenschutzverantwortlichen und dem anwendenden Arzt einerseits und der strahlenschutzrechtlichen Aufsichtsbehörde andererseits.

Die Bestimmung der Ärztlichen Stelle nach Röntgenverordnung erfolgte gemäß "Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Bestimmung der Ärztlichen und der Zahnärztlichen Stelle nach der Röntgenverordnung vom 18. November 2003" und nach Strahlenschutzverordnung entsprechend der "Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über die Zuständigkeiten zum Vollzug atom- und strahlenschutzrechtlicher Vorschriften (Zuständigkeitsverordnung Atom- und Strahlenschutzrecht - AtStrZuVO) vom 17. Juni 2003, Fassung vom 25.02.2012".

Kontakt: Qualitätsprüfungen nach RöV/ StrlSchV

Sophie Philipp

Schützenhöhe 16
01099 Dresden

Telefonnummer
0351 8267 - 383

Kontakt: Fachkundenachweis nach RöV/ StrlSchV

Referat Weiterbildung/ Prüfungswesen

Schützenhöhe 16
01099 Dresden

Telefonnummer
0351 8267 – 319 o. 316

Gesetze, Richtlinien (Downloads)

 

Strahlenschutzverordnung - StrlSchV
Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen
Ausfertigungsdatum: 20. Juli 2001 (BGBl. I S. 1714; 2002 I S. 1459)
zuletzt geändert durch Artikel 5 Absatz 7 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212)

 

Röntgenverordnung - RöV
Verordnung über den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen
Ausfertigungsdatum: 08. Januar1987
Bekanntmachung: 30. April 2003 (BGBl. I S. 604)
zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 4. Oktober 2011 (BGBl. I S. 2000)

 

Richtlinie zur Durchführung der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und Röntgenverordnung (RöV) "Ärztliche und Zahnärztliche Stellen"
vom 18. Dezember 2003 (GMBl. 2004, Nr. 14, S. 258)

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