FAQ

  • Fortbildung

    • Unterliegen Ärzte, die in erlaubter Teilzeit tätig sind, der gleichen Fortbildungspflicht wie vollzeitbeschäftigte Ärzte?

      Die Regelungen gelten uneingeschränkt auch für Ärzte, die in erlaubter Teilzeit tätig sind. Die sozialrechtliche Fortbildungspflicht knüpft nicht an den zeitlichen Umfang der Tätigkeit an. Entscheidend ist vielmehr, dass nach dem Sinn und Zweck des Gesetzes jede im Rahmen der gesetzlichen Versorgung erbrachte ärztliche Leistung auf dem aktuellen Stand der Medizin zu erfolgen hat.
    • Wie häufig muss man die Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung nachweisen?

      Die Erfüllung der Fortbildungspflicht ist alle 5 Jahre nachzuweisen.
    • Wie wird die kontinuierliche Fortbildung innerhalb der 5 Jahre bestätigt?

      Der Nachweis einer kontinuierlichen ärztlichen Fortbildung erfolgt in Form von Punkten, wobei ein Punkt einer Fortbildungseinheit von 45 Minuten entspricht (ohne Pausen, Industrieausstellungen, Rahmenprogramm o.ä.). Die Punktvergabe erfolgt im Rahmen der Anerkennung als ärztliche Fortbildungsveranstaltung.

      Die Fortbildungspflicht ist erfüllt, wenn innerhalb von fünf Jahren 250 Fortbildungspunkte erworben wurden. Dem Arzt steht es frei, wann er innerhalb des für ihn maßgeblichen Fünfjahreszeitraums die Punkte erwerben will. Von den 250 Fortbildungspunkten müssen mindestens 150 Punkte durch fachspezifische Fortbildung erworben worden sein. Unter fachspezifischer Fortbildung sind solche Fortbildungsinhalte zu verstehen, die dem Erhalt und der Weiterentwicklung der fachärztlichen Kompetenz dienen.

      Das Zertifikat erhält jede Ärztin / jeder Arzt, wenn innerhalb von 5 Jahren mindestens 250 Fortbildungspunkte erworben und dokumentiert wurden und ein Antrag auf Erteilung des Fortbildungszertifikates bei der Sächsischen Landesärztekammer gestellt wird. Das Fortbildungszertifikat besitzt für die folgenden 5 Jahre Gültigkeit. Um das Zertifikat danach zu erneuern, müssen in diesen 5 Jahren erneut 250 Punkte gesammelt werden.
    • Wann muss erstmalig die erfolgte Fortbildung von niedergelassenen Vertragsärzten nachgewiesen werden?

      Der erste Nachweiszeitraum für niedergelassene Vertragsärzte, die am 01.07.2004 bereits vertragsärztlich tätig waren, endete zum 30.06.2009. Für alle nach dem 1.7.2004 niedergelassenen Ärzte gilt, dass der erste Nachweis exakt 5 Jahre nach erfolgter Niederlassung zu führen ist.
    • Wie erfährt die Kassenärztliche Vereinigung von der Erfüllung der Fortbildungspflicht?

      Sofern die Ärztin / der Arzt der gemeinsamen Vereinbarung zum Datenaustausch zwischen der Sächsischen Landesärztekammer und der Kassenärztliche Vereinigung Sachsen nicht widersprochen hat, wird diese über die Zuerkennung eines gültigen Fortbildungszertifikats informiert. Anderenfalls muss die Ärztin/ der Arzt das Zertifikat bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung vorlegen.
    • Wann muss erstmalig die erfolgte Fortbildung von Fachärzten im Krankenhaus nachgewiesen werden?

      Der erste Nachweiszeitraum für Fachärzte im Krankenhaus, die bereits am 01.01.2006 in ihrem Haus tätig waren, endet zum 31.12.2010. Bei späterer Aufnahme einer Tätigkeit ist der vertraglich bestimmte erste Arbeitstag plus 5 Jahre maßgeblich.
    • Kann man vor Ablauf der Gültigkeit des Fortbildungszertifikates ein neues Zertifikat beantragen, wenn die 250 Punkte bereits erreicht wurden?

      Nein, ein neues Zertifikat kann erst nach Ablauf der Gültigkeit des alten Zertifikates erteilt werden.
    • Können überzählige Punkte in den nächsten Fünfjahreszeitraum übernommen werden?

      Nein, eine Übernahme von überzähligen Punkten in den folgenden Fünfjahreszeitraum ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen.
    • Ist das Fortbildungszertifikat ankündigungsfähig?

      Ja, das Fortbildungszertifikat ist als Qualifikation des Arztes - der Ärztin - gemäß § 27, Absatz 4 der Berufsordnung ankündigungsfähig, z.B. in Form eines Aushangs im Wartezimmer und durch Anbringen der Plakette auf dem Praxisschild oder an anderer Stelle des Tätigkeitsbereiches.
    • Werden alle besuchten Veranstaltungen als ärztliche Fortbildung anerkannt?

      Voraussetzung für die Anrechnung ist, dass die Fortbildungsveranstaltung vorher von einer Ärztekammer zertifiziert wurde. Die Ärztekammer entscheidet über den Antrag nach Kriterien, die in der Satzung Fortbildung und Fortbildungszertifikat festgelegt sind. Dem Veranstalter wird das Ergebnis sowie ggf. die vergebenen Fortbildungspunkte und die zugehörige Kategorie mitgeteilt. Beim Besuch von Fortbildungsveranstaltungen in anderen Bundesländern werden die von der jeweils zuständigen Ärztekammer bzw. in Einzellfallprüfung von anderen Heilberufekammern vergebenen Punkte 1:1 anerkannt. Die Teilnahme wird bei einer von einer Landesärztekammer anerkannten Veranstaltung automatisch elektronisch an das persönliche Fortbildungspunktekonto gemeldet, sofern die Barcode-Etiketten für die Teilnahmeregistrierung eingesetzt wurden. Die Zusendung der Teilnahmebestätigung ist somit nicht erforderlich.
    • Wie wird der Besuch von Fortbildungsveranstaltungen im Ausland gewertet?

      Für die Teilnahme an internationalen Kongressen, Tagungen bzw. Symposien können auch Fortbildungspunkte erworben werden. Hier ist eine Teilnahmebescheinigung notwendig, außerdem ein Tagungs- oder Kongressprogramm. Nach der Veranstaltung können diese Unterlagen zur Prüfung und Aufnahme in das Punktekonto an die Sächsische Landesärztekammer gesendet werde.
    • Werden CME-Punkte anerkannt, die von nationalen oder internationalen Fach-Fortbildungsakademien erworben wurden?

      Alle Fortbildungsveranstaltungen, die mit CME-Punkten ausgestattet sind, werden von den Ärztekammern gemäß § 12 der Fortbildungssatzung anerkannt.
    • Erhält man für die Tätigkeit als Referent zusätzliche Fortbildungspunkte?

      Autoren erhalten für wissenschaftliche Veröffentlichungen und Vorträge 1 Punkt pro Beitrag, Referenten/Qualitätszirkelmoderatoren 1 Punkt pro Beitrag/Poster/Vortrag zusätzlich zu den Punkten der Teilnehmer bei Teilnahme an der Gesamtveranstaltung. Über die Referententätigkeit sollte ein geeigneter Nachweis (z. B. Honorarvertrag, Programm, Einladung) geführt werden, welcher mit der Antragstellung für das Fortbildungszertifikat geltend gemacht werden kann.
    • Wie erfolgt der Nachweis der erworbenen Fortbildungspunkte?

      Die Veranstalter von anerkannten (zertifizierten) Fortbildungsmaßnahmen sind verpflichtet, Teilnehmerlisten für jede einzelne Fortbildungsveranstaltung zu führen und diese nach Ablauf der Veranstaltung der Ärztekammer zu übermitteln, bzw. elektronisch über das Internet die Teilnehmermeldung vorzunehmen. Es ist wichtig, dass sich die Teilnehmer unter Verwendung der Barcode-Etiketten auf der Teilnehmerliste eintragen. Außerdem erhalten die Teilnehmer/-innen weiterhin eine individuelle Teilnahmebestätigung.

      Ab 2006 erscheinen als Nachweis für jede besuchte Veranstaltung die erworbenen Punkte auf dem persönlichen Fortbildungspunktekonto. Im Ausnahmefall kann auch die Teilnahmebestätigung als Nachweis bei Antragstellung zum Fortbildungszertifikat dienen.
    • Was ist das „Fortbildungspunktekonto”?

      Für die Verwaltung von Fortbildungspunkten führte die Sächsische Landesärztekammer 2006 ein personenbezogenes Fortbildungskonto für alle Mitglieder ein. Auf diesem Punktekonto werden die Punkte für alle Fortbildungsveranstaltungen, an denen der Arzt/ die Ärztin teilgenommen hat, gesammelt. Sofern die Registrierung der Teilnahme an einer ärztlichen Fortbildungsveranstaltung mit dem Barcode-Etikett erfolgt, sollte die Teilnahme elektronisch erfasst werden. Das Online-Fortbildungspunktekonto ermöglicht nach Anmeldung einen komfortablen Überblick über die bisher erworbenen und registrierten Fortbildungspunkte. Für den Erhalt persönlicher Zugangsdaten für das individuelle Online-Fortbildungspunktekonto ist die Zusendung der unterschriebenen Einwilligungserklärung (per Fax oder Post) notwendig. Die Versendung der Online-Zugangsdaten erfolgt per Post.
    • Können Barcode-Etiketten auch in anderen Bundesländern verwendet werden?

      Ja, Barcode-Etiketten sollten generell für die Eintragung in die Teilnehmerlisten benutzt werden.
    • Ist es notwendig, weiterhin Teilnahmebestätigungen aufzubewahren?

      Es ist empfehlenswert, Teilnahmebestätigungen aufzubewahren, um ggf. Rückfragen und Unstimmigkeiten klären zu können. Die Teilnahmebestätigungen dienen auch gegenüber den Finanzämtern dem Nachweis etwaiger Werbungskosten aus beruflicher Fortbildung.

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