FAQ für Arztpraxen

  • MFA - für Ausbilder

    • Wie finde ich eine geeignete Auszubildende?

      Bei der Suche nach einer Auszubildenden ist Ihnen die Berufsberatung der zuständigen Agentur für Arbeit gern behilflich. Oftmals sprechen auch Schulabgängerinnen persönlich in den Arztpraxen vor.

      Außerdem können Sie ein Lehrstellenangebot bei der Stellenbörse der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen einstellen oder dort Lehrstellengesuche von Schulabgängerinnen einsehen.
    • Was ist zu tun, wenn ich eine geeignete Bewerberin gefunden habe?

      Wenn Sie sich für eine Bewerberin entschieden haben, kontaktieren Sie die Sächsische Landesärztekammer. Die erforderlichen Ausbildungsunterlagen werden Ihnen dann zugesandt.
    • Wie lange dauert die Ausbildung?

      Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Allerdings kann bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen eine Verkürzung der Ausbildungszeit oder eine vorzeitige Abschlussprüfung beantragt werden.
    • Was ist bei dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages zu veranlassen?

      Nach § 11 Berufsbildungsgesetz hat der Ausbildende unverzüglich nach Abschluss des Berufsausbildungsvertrages, spätestens vor Beginn der Berufsausbildung, den wesentlichen Inhalt des Vertrages schriftlich niederzulegen.
      Die entsprechenden Berufsausbildungsverträge erhalten Sie von der Sächsischen Landesärztekammer.

      Die Niederschrift ist vom Ausbildenden, der Auszubildenden und deren gesetzlichen Vertretern zu unterzeichnen.
    • Welche Unterlagen müssen bei der Sächsischen Landesärztekammer eingereicht werden?

      • Berufsausbildungsvertrag (3-fach),
      • Antrag auf Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse,
      • bei Jugendlichen eine Bescheinigung über die Erstuntersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz,
      • Kopie des Schulabschlusszeugnisses
    • Müssen Änderungen des Ausbildungsvertrages bei der Sächsischen Landesärztekammer angezeigt werden?

      Ja, Adressänderung, Namensänderung etc. müssen unbedingt bei der Sächsischen Landesärztekammer angezeigt werden.
    • An wie vielen Tagen in der Woche muss die Auszubildende bei mir arbeiten?

      Die Auszubildende besucht im ersten und zweiten Jahr zwei Tage in der Woche das jeweilige Berufliche Schulzentrum und erwirbt drei Tage in der Woche in der Arztpraxis praktische Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.

      Im dritten Ausbildungsjahr besucht die Auszubildende das Berufliche Schulzentrum einen Tag in der Woche und erwirbt an vier Tagen in der Woche praktische Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Arztpraxis.
    • Wann beginnt die Ausbildung regulär? Was passiert, wenn die Ausbildung erst später beginnt (z.B. bei Praxisurlaub)?

      Ausbildungsbeginn ist der 1. August eines Jahres.

      Bei Vertragsbeginn nach dem 1. September ist nach dem Berufsbildungsgesetz eine reguläre Zulassung zur Abschlussprüfung drei Jahre später nicht gegeben, sondern erst zum nächsten Prüfungstermin.

      Eine Verkürzung der Ausbildungszeit ist im Rahmen von Einzelfallprüfungen möglich.

      Die Auszubildende muss dafür folgende Kriterien erfüllen:
      • Ausbildungsende bis spätestens 30. November,
      • Nachweis befriedigender Leistungen in der Praxis,
      • Lernergebnisse bis 3,0 in der Berufsschule.
      Das Vorliegen von Abitur, Berufsgrundbildungsjahr sowie der Abschluss einer fachfremden privaten Berufsfachschule rechtfertigen grundsätzlich keine Verkürzung von vornherein.
    • Vermittelt die Ärztekammer bei Schwierigkeiten im Ausbildungsverhältnis?

      Ja, wenden Sie sich hierzu einfach an die Sachbearbeiterinnen des Referates Medizinische Fachangestellte in der Sächsischen Landesärztekammer

      Leiterin Medizinische Fachangestellte

      Marina Hartmann

      Leiterin Medizinische Fachangestellte

      Schützenhöhe 16
      01099 Dresden

      Telefonnummer
      0351 8267-170
      Faxnummer
      0351 8267-172
      Kathrin Majchrzak

      Schützenhöhe 16
      01099 Dresden

      Telefonnummer
      0351 8267-171
      Dana Preißler

      Schützenhöhe 16
      01099 Dresden

      Telefonnummer
      0351 8267-173
    • Welche Pflichten habe ich als Ausbilder zu erfüllen? Und welche die Auszubildende?

      Der Ausbildungsvertrag regelt die Pflichten zwischen dem Ausbildenden und der künftigen Auszubildenden.

      Zu den Pflichten des Ausbilders gehören insbesondere:
      • die Vermittlung der beruflichen Handlungsfähigkeit, die zum Erreichen des Ausbildungszieles erforderlich ist,
      • kostenlos Schutzkleidung zur Verfügung zu stellen,
      • die Auszubildende zum Besuch der Berufsschule entsprechend den von der Schule angesetzten Tagen freizustellen,
      • Erstellung eines schriftlichen Ausbildungsplans,
      • der Auszubildenden nur Verrichtungen zu übertragen, die dem Ausbildungszweck dienen und ihren körperlichen Kräften angemessen sind,
      • unverzüglich (spätestens innerhalb von 14 Tagen) nach Abschluss des Berufsausbildungsvertrages die Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse bei der Sächsischen Landesärztekammer zu beantragen (Entsprechendes gilt bei Änderungen des wesentlichen Vertragsinhalts),
      • die Auszubildende rechtzeitig zu den angesetzten Zwischen- und Abschlussprüfungen anzumelden und für die Teilnahme freizustellen.
      Zu den Pflichten der Auszubildenden gehören insbesondere:
      • Lernpflicht (muss sich bemühen, das Ausbildungsziel zu erreichen)
      • Pflicht zur Teilnahme am Berufsschulunterricht und an den Prüfungen
      • Einhaltung der Schweigepflicht
      • Übertragene Aufgaben sorgfältig ausführen
      • Führen des schriftlichen Ausbildungsnachweises und regelmäßige Vorlage beim Ausbilder
    • Wie errechnet sich der Urlaubsanspruch der Auszubildenden?

      Der Urlaub richtet sich nach den geltenden Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes und Jugendarbeitsschutzgesetzes.

      Der Urlaub für Jugendliche (unter 18 Jahre) beträgt jährlich
      1. 1.mindestens 30 Werktage, wenn die Auszubildende zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt ist,
      2. 2.mindestens 27 Werktage, wenn die Auszubildende zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt ist,
      3. 3.mindestens 25 Werktage, wenn die Auszubildende zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt ist.
      Der Urlaub für Volljährige beträgt jährlich mindestens 24 Werktage. Als Werktage gelten alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind (also Montag bis Samstag).

      Der Urlaub soll möglichst zusammenhängend und in der Zeit der Berufsschulferien erteilt und von der Auszubildenden wahrgenommen werden. Soweit Sie ihn nicht in die Berufsschulferien legen, ist unter 18-Jährigen für jeden Berufsschultag, an dem die Berufsschule während des Urlaubs besucht wird, ein weiterer Urlaubstag zu gewähren.

      Wenn Sie als Ausbilder die Regelungen des Manteltarifvertrages anwenden, beträgt der Urlaub jährlich 26 Arbeitstage (Arbeitstage = Montag bis Freitag) (Manteltarifvertrag für Medizinische Fachangestellte).
    • Ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich?

      Im Rahmen von Einzelfallprüfungen ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich.

      Die Auszubildende muss dafür folgende Kriterien erfüllen:
      • Ausbildungsende bis spätestens 30. November,
      • Nachweis befriedigender Leistungen in der Praxis,
      • Lernergebnisse bis 3,0 in der Berufsschule.
      Das Vorliegen von Abitur, Berufsgrundbildungsjahr sowie der Abschluss einer fachfremden privaten Berufsfachschule rechtfertigen grundsätzlich keine Verkürzung von vornherein.

      Bitte beachten Sie dazu die Veröffentlichung der Prüfungsordnung sowie die Beschlüsse des Berufsbildungsausschusses im Internet.
    • Wer bezahlt die Vergütung der Auszubildenden? Welche Kosten kommen auf mich zu?

      Gemäß Berufsbildungsgesetz hat der Ausbilder der Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren. Sie ist nach dem Lebensalter der Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt.

      Die Ausbildungsvergütung beträgt ab 01.04.2016 (siehe Gehaltstarifvertrag für Medizinische Fachangestellte 2016)
      • im 1. Ausbildungsjahr (brutto) 730 Euro
      • im 2. Ausbildungsjahr (brutto) 770 Euro
      • im 3. Ausbildungsjahr (brutto) 820 Euro.
      Weitere Kosten für die Ausbildung entstehen durch die Prüfungsgebühren (Zwischenprüfung: 50,00 EUR, Abschlussprüfung: 100,00 EUR) und die bereitzustellende Schutzkleidung nach den Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft.
    • Wie ist die Ausbildung inhaltlich aufgebaut?

      Die Inhalte der praktischen Ausbildung sind im bundeseinheitlichen Ausbildungsrahmenplan zur Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten festgelegt.

      Er zeigt die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten auf, welche die Auszubildende mindestens nach Ablauf der Ausbildungszeit, unabhängig von der Fachrichtung der Ausbildungspraxis, beherrschen muss. Die vorgegebenen zu vermittelnden Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten sind Beschreibungen des geforderten Endverhaltens.

      Für detaillierte Informationen zu den einzelnen Fertigkeiten siehe § 4 Verordnung über die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten/zur Medizinischen Fachangestellten und Ausbildungsrahmenplan.
      Grundlage für die Vermittlung der theoretischen Inhalte in der Berufsschule ist der Rahmenlehrplan.
    • Wann endet die Berufsausbildung?

      Die Berufsausbildung endet mit dem Ablauf der vertraglich vereinbarten Ausbildungszeit. Wenn die Auszubildende vor Ablauf des Ausbildungsverhältnisses die Abschlussprüfung besteht, dann endet das Berufsausbildungsverhältnis mit Bekanntgabe des Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss.

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