Fortbildungscurriculum "Dialyse"

 

Beschlüsse des Berufsbildungsausschusses „Medizinische Fachangestellte” im Freistaat Sachsen

Fortbildungscurriculum der Sächsischen Landesärztekammer „Dialyse” für Arzthelferinnen

 

Der Berufsbildungsausschuss "Arzthelferinnen" hat gemäß § 58 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz am 29.11.2003 und der Vorstand der Sächsischen Landesärztekammer am 04.02.2004 nachstehenden Beschluss zum Fortbildungscurriculum "Dialyse" für Arzthelferinnen gefasst:

Inhalt

  1. I.Dauer und Gliederung
  2. II.Zulassung zur Fortbildung
  3. III.Ziele
  4. IV.Überblick über Fächer und Stundenverteilung des Unterrichts
  5. V.Inhalte des fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichts
  6. VI.Abschluss
  7. VII.Übergangsregelung
  8. VIII.In-Kraft-Treten

I. Dauer und Gliederung

Das Fortbildungscurriculum "Dialyse" für Arzthelferinnen wird für die Dauer von 120 Stunden in Form eines berufsbegleitenden Lehrgangs, des fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichts sowie einer fachpraktischen Unterweisung ("Praktikum") durchgeführt.

Stundenverteilung
Unterricht: 80 Stunden
Praktikum: 40 Stunden in strukturierter und dokumentierter Form in einer oder mehreren „fremden” Einrichtung(en); diese Einrichtung(en) muss (müssen) durchschnittlich mindestens 10 PD-Patienten und/oder 60 HD-Patienten betreuen.

II. Zulassung zur Fortbildung

Die Teilnahme setzt einen erfolgreichen Abschluss als Arzthelferin oder einen Abschluss als Krankenschwester/Krankenpfleger oder Sprechstundenschwester und eine mindestens sechsmonatige patientennahe ununterbrochene Tätigkeit in der Dialyse voraus.

III. Ziele

Die Arzthelferin soll unter Anweisung und Verantwortung des Arztes Nierenersatztherapie qualifiziert vorbereiten, durchführen und nachbereiten.

IV. Überblick über Fächer und Stundenverteilung des Unterrichts

Stundenverteilung
1.Krankheitslehre10 Stunden
2.Nierenersatztherapie30 Stunden
3.Gefäß- und Peritonealzugänge5 Stunden
4.Hygiene4 Stunden
5.Wasseraufbereitung2 Stunden
6.Notfälle4 Stunden
7.Pflege10 Stunden
8.Psychosoziale Betreuung durch das Dialyse-Team5 Stunden
9.Qualitätssicherung, Organisation, Verwaltung5 Stunden
10.Dokumentation, Recht, Datenschutz5 Stunden
 
Gesamt 80 Stunden

V. Inhalte des fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichts

Die Inhalte des fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichts der Fortbildung einschließlich Stoffsammlung sind in der Anlage geregelt.

VI. Abschluss der Fortbildung

Die Fortbildung wird mit einer Prüfung abgeschlossen, die aus einem schriftlichen Prüfungsteil von höchstens 45 Minuten und einem mündlich-praktischen Prüfungsteil von höchstens 30 Minuten besteht. Zur Prüfung sind der Nachweis und ein Bericht über das Praktikum vorzulegen.

 

Über das erfolgreiche Bestehen der Prüfung erhält die Teilnehmerin ein Zertifikat der Sächsischen Landesärztekammer.

 

Im Übrigen gelten die Vorschriften gemäß §§ 7 - 13, 16 , 19 ff. der Ordnung der Sächsischen Landesärztekammer für die Fortbildung und Prüfung zur Arztfachhelferin.

VII. Übergangsregelung

Wer am 30.04.2005 eine mindestens dreijährige ununterbrochene patientennahe Tätigkeit in der Dialyse sowie eine regelmäßige interne und/oder externe Fortbildung nachweisen kann, ist von der Verpflichtung zur Teilnahme am 80-stündigen Lehrgang befreit. Die Prüfung ist in diesen Fällen bis spätestens 30.04.2007 abzulegen.

 

Wer am 30.04.2005 eine mindestens zehnjährige ununterbrochene patientennahe Tätigkeit in der Dialyse sowie eine regelmäßige interne und/oder externe Fortbildung nachweisen kann, ist von der Verpflichtung zur Teilnahme am Lehrgang und an der Prüfung befreit.

VIII. In-Kraft-Treten

Das Fortbildungscurriculum "Dialyse" für Arzthelferinnen tritt ab 01.01.2004 in Kraft.

 

Dresden, den 29.11.2003

 

Dr. med. Bernhard Ackermann
Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses "Arzthelferinnen"
Arbeitgebervertreter
Gisela Reißig
Stellvertretende Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses "Arzthelferinnen"
Arbeitnehmervertreterin

 

Dresden, den 04.02.2004

 

Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze
Präsident
Dr. med. Lutz Liebscher
Schriftführer

 

Soweit in diesem Beschluss zur Bezeichnung der betroffenen Personen generisch die weibliche oder die männliche Form verwendet wird, gilt die Regelung jeweils auch für das andere Geschlecht.

Seitenfunktionen

Partner

Meine SLÄK

Schnelleinstieg

Veranstaltungen für MFA