Sächsische Ärzte helfen in Asien

25.01.2005

Dresden: Auch sächsische Ärzte helfen seit den Silvestertagen 2004 im Katastrophengebiet von Asien. Nach der Flutkatastrophe sind sie als Rechtsmediziner, Chirurgen oder im Kriseninterventionsteam dort im Einsatz.

 

So ist zum Beispiel Michael Naik, Notarzt aus Görlitz, in Sri Lanka, um verletzte Flutopfer zu versorgen. Er kümmert sich auch um Schnittwunden und versorgt Infektionen. Aber auch Improvisation ist vor Ort gefragt, denn es fehlt an ganz einfachen Dingen, wie zum Beispiel eine Armschiene für Kleinkinder. Diese wird dann aus Pappe gebaut.

 

Dr. Rüdiger Lessig aus Leipzig versucht dagegen mit anderen Mitteln Hilfe zu leisten. Als Rechtsmediziner war er als externes Mitglied der Identifizierungskommission des Bundeskriminalamtes in Phuket (Thailand) im Einsatz. Er schuf mit seinen gesammelten Daten eine Basis für Hinterbliebene, irgendwann unbekannte Todesopfer der Flutkatastrophe als Angehörige identifizieren zu können.

 

Um verletzte deutsche Touristen kümmerte sich bereits vier Tage nach dem Tsunami Dr. Ralph Kipke, Anästhesist und Notfallmediziner aus Dresden. Zusammen mit einem Kriseninterventionsteam reiste er durch Krankenhäuser in Bangkok und bereitete verletzte Deutsche auf ihren Rückflug vor.

 

Die im Katastropheneinsatz befindlichen Ärzte opfern zumeist ihren Jahresurlaub für die Hilfseinsätze oder werden für die Dauer ihrer Auslandstätigkeit frei gestellt. Viele lassen ihre Familien im Heimatland zurück. Deshalb gilt der Dank all denen, die sich um die Opfer von Katastrophen kümmern.

 

Weitere Informationen unter 0351 / 82 67 350.

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