Bessere Vergütung in der ambulanten Versorgung

28.09.2005

Honorarvereinbarung zwischen der AOK Sachsen und der KV Sachsen für 2005 und 2006
Bessere Vergütung notwendiger Leistungen in der ambulanten Versorgung

 

(Gemeinsame Presseerklärung der Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KV) und der AOK Sachsen.)

 

Dresden, den 22. September 2005: Im Vergleich zum Jahr 2004 stehen für die ambulante medizinische Versorgung der sächsischen AOK-Versicherten für das Jahr 2005 ca. 31 Millionen Euro und zusätzlich für 2006 noch einmal rund 35 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Damit steigt die Gesamtvergütung für die über 6.000 sächsischen Vertragsärzte und Psychotherapeuten im Bereich der AOK um jährlich ca. 6 Prozent.

 

Auf diese Eckdaten haben sich KV Sachsen und AOK Sachsen nach drei langwierigen Verhandlungsrunden im Rahmen eines Gesamtpaketes geeinigt. Der Vergleich kam nach Anrufung des Landesschiedsamtes und unter dessen Moderation zustande.

 

Die KV Sachsen hatte sich aufgrund des Umfanges der notwendigen ambulanten Leistungen im niedergelassenen Bereich noch mehr erhofft. "Angesichts der schwierigen Gespräche ist trotzdem ein gutes Ergebnis herausgekommen; mehr war nicht möglich", resümierte der Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen, Dr. Klaus Heckemann. "Die Honorarzuwächse liegen deutlich über den gesetzlich festgelegten Steigerungsraten und wären in einer reinen Schiedsamtentscheidung nicht erreichbar gewesen."

 

Die AOK Sachsen sieht das erzielte Verhandlungsergebnis als Kompromiss. "Trotzdem muss man sich bewusst sein, dass die vereinbarten Honorarzuwächse durch unsere Einnahmen nicht gedeckt werden können. Deshalb erwarten wir von den Ärzten insbesondere eine wirtschaftlichere Verordnung von Arznei- und Heilmitteln", so Rolf Steinbronn, Vorstandsvorsitzender der AOK Sachsen.

 

Im Rahmen des Gesamtpaketes steigen die finanziellen Mittel für präventive Leistungen ab dem 2. Quartal 2005 um ca. 9 Prozent und für das Jahr 2006 noch einmal um ca. 6 Prozent. Das ambulante Operieren wird im 1. Quartal 2005 rückwirkend mit 750.000 Euro gefördert und im Zeitraum 2. bis 4. Quartal 2005 ohne Mengenbegrenzung mit einem Punktwert von 3,58 Cent honoriert. Auch die belegärztlichen Leistungen werden ab dem 2. Quartal 2005 mit einem festen Punktwert von 3,58 Cent ohne Mengenbegrenzung vergütet.

 

Um besonders die fachärztliche Versorgungsstruktur zu stützen, wird ab dem 2. Quartal 2005 je Behandlungsfall eine zusätzliche Pauschale gezahlt. Dafür stellt die AOK Sachsen zusätzlich 12 Mio. Euro zur Verfügung.

 

Nach dem die AOK Sachsen die Nachvergütung der genehmigungspflichtigen psychotherapeutischen Leistungen der Jahre 2000 bis 2004 schon übernommen hatte, finanziert sie diese Leistungen auch ab 2005 vollständig.

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