Erster Welttag der Organspende und Transplantation„Organspende - ein Geschenk fürs Leben”

12.10.2005

(Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

 

Am 14. Oktober 2005 findet der 1. Welttag der Organspende und Transplantation statt. Unter dem Motto "Organspende - ein Geschenk fürs Leben" will der unter Beteiligung der Weltgesundheitsorganiation (WHO) und des Europarates organisierte Tag ein globales Bewusstsein für den Bedarf an Organspenden wecken. Weltweit soll in den 192 Mitgliedstaaten der WHO ein breites öffentliches Interesse für das Thema Organspende geschaffen werden mit dem Ziel, dass sich die Menschen mit dem Thema Organspende auseinander setzen und eine persönliche Entscheidung treffen. So sind in Deutschland zwar viele Menschen grundsätzlich zu einer Organspende nach ihrem Tode bereit, aber nur rund 12 Prozent dokumentieren ihren Willen in einem Organspendeausweis.

 

In der Information und Kommunikation mit den Menschen spielen Ärztinnen und Ärzte in der Bundesrepublik eine wichtige Rolle. In den Repräsentativbefragungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geben mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sie sich mit Fragen zur Organspende an ihren Arzt wenden.

 

Die Ärzte nehmen diese Herausforderung an. In einer Repräsentativerhebung von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten im Auftrag der BZgA zeigen sie sich zu einem hohen Prozentsatz bereit, an der Aufklärung zum Thema Organspende mitzuwirken. So signalisieren 93 Prozent der Mediziner ihr Interesse, Informationsmaterial zu dem Thema auszulegen und 89 Prozent stehen als Ansprechpartner für Fragen zum Thema Organspende zur Verfügung.

 

Um dieses Engagement der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu fördern hat die BZgA zum Welttag der Organspende und Transplantation bundesweit alle Arztpraxen um ihre Unterstützung gebeten, indem sie Informationsmaterialien und Organspende ausweise für ihre Patientinnen und Patienten bereit stellen. Mehr als 750.000 Materialien wurden von der BZgA abgefragt.

 

"Die zahlreichen Bestellungen aus den Arztpraxen zeigen, dass sich die Ärzte ihrer Verantwortung bewusst sind und aktiv an der Aufklärung zum Thema Organspende mitwirken wollen", so die Direktorin der BZgA, Dr. Elisabeth Pott. "Ich möchte alle Patientinnen und Patienten darin bestärken, dieses Angebot wahrzunehmen und das Gespräch mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin aktiv zu suchen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass möglichst viele Menschen noch zu Lebzeiten eine Entscheidung treffen."

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