Todesursachen in Sachsen - Fast jeder Vierte starb an Krebs

12.12.2005

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen

 

Im Jahr 2004 starben nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Sachsen 11 878 Personen, davon 6 385 Männer und 5 493 Frauen an bösartigen Neubildungen (Krebs). Damit waren Krebserkrankungen mit einem Anteil von 24,6 Prozent die zweithäufigste Todesursache nach den Sterbefällen durch Erkrankungen des Kreislaufsystems. Im Jahr 2003 betrug der prozentuale Anteil der durch Krebs bedingten Sterbefälle an den Gesamtsterbefällen 23,6 Prozent. Die Sterbeziffer lag wie im Vorjahr bei 276 je 100 000 Einwohner. Im Vergleich zu 2003 war ein Rückgang von insgesamt 77 Sterbefällen an bösartigen Neubildungen zu verzeichnen. Während 96 Frauen gegenüber 2003 weniger an Krebs starben, waren es 19 Männer mehr.

 

Die häufigste zum Tode führende Krebsform waren sowohl bei Männern mit 36,1 Prozent als auch bei Frauen mit 37,7 Prozent die bösartigen Neubildungen der Verdauungsorgane.

 

An zweiter Stelle folgten mit einem Anteil von 17,7 Prozent der Krebs der Genital- und Harnorgane und der Krebs der Atmungs- und intrathorakalen Organe. Beim Krebs der intrathorakalen Organe waren Männer mit 1 694 Sterbefällen etwa viermal mehr von dieser Todesursache betroffen als Frauen (409 Sterbefälle). In dieser Gruppe überwog der Lungenkrebs und war für 1 589  Männer die häufigste Todesursache innerhalb der Krebssterbefälle.

 

Die häufigste Todesursache bei Frauen war mit 815 Fällen der Brustkrebs.

 

25 Prozent der an Krebs Gestorbenen waren jünger als 65 Jahre. Damit starben im Alter unter 65 Jahren deutlich mehr Personen an Krebs als an Kreislauferkrankungen (8,3 Prozent).

 

Auch regional betrachtet sind Unterschiede sichtbar. Im Regierungsbezirk Chemnitz starben je 100 000 Einwohner 295 an Krebs, wobei der Landkreis Annaberg mit 336 Krebssterbefällen je 100 000 Einwohner die höchste Sterbeziffer sachsenweit zu verzeichnen hatte. Im Regierungsbezirk Leipzig starben 278 Personen je 100 000 Einwohner an Krebs und im Regierungsbezirk Dresden waren es 257 Krebssterbefälle je 100 000 Einwohner. Die niedrigste Krebssterbeziffer mit 231 Fällen hatte der Weißeritzkreis.

 

Weitergehende Informationen (Tabelle) finden Sie im Internet unter:

 

Auskunft zu dieser Pressemitteilung erteilt: Ilona Weber, Tel.: 03578 33-2111
Daten sind für das Land Sachsen sowie für Kreisfreie Städte und Landkreise erhältlich.
Weitergehende Veröffentlichungen: Statistischer Bericht A IV 3 - j/04; Preis 6,00 €.

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