Bundesärztekammer fordert Rauchverbot an allen Arbeitsstätten

26.02.2007

Pressemitteilung der Bundesärztekammer

 

'Rauchen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu.' "Diese Warnung der EU-Gesundheitsminister steht auf jeder Zigarettenpackung. Wir begrüßen sehr, dass die Bundesregierung den eigenen Erkenntnissen nun endlich Taten folgen lässt", erklärte der Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe zu dem Beschluss des Bundeskabinetts, ein gesetzliches Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen des Bundes, in Bahnhöfen sowie öffentlichen Verkehrsmitteln zu erlassen. Die Regierung dürfe aber nicht auf halbem Wege stehen bleiben und ihre Verantwortung für einen umfassenden Gesundheitsschutz aller Beschäftigten an die Bundesländer delegieren. "Auch die eine Million Beschäftigten in der Gastronomie haben das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, die entsprechenden Ausnahmeregelungen in der Arbeitsstättenverordnung aufzuheben. Gerade im Interesse der Gastronomiebeschäftigten, die viel stärker als andere Arbeitnehmer den Schadstoffen des Tabakrauchs ausgesetzt sind, brauchen wir ein konsequentes Rauchverbot an allen Arbeitsstätten in diesem Land", sagte Hoppe.

 

Der Ärztepräsident begrüßte ausdrücklich, dass Tabakwaren nicht mehr ab 16 Jahren, sondern erst ab 18 abgegeben werden sollen. Die jüngste Unicef-Studie habe die Dringlichkeit dieser Maßnahme noch einmal bestätigt. Danach rauchen in keinem anderen Industrieland so viele Jugendliche wie in Deutschland. "Mit gesetzlichen Maßnahmen aber ist es allein nicht getan. Erwachsene müssen ihrer Vorbildfunktion für Kinder gerecht werden. Eltern, die in Gegenwart ihrer Kinder rauchen, geben ein sehr schlechtes Vorbild ab."

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