Tag der Organspende: Entscheidung für das Leben

01.06.2007

Dresden: Anlässlich des Tages der Organspende am 2. Juni 2007 fordert Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, alle Bürgerinnen und Bürger in Sachsen auf, eine klare Entscheidung für das Leben und damit für die Bereitschaft zur Organspende zu treffen. Diese Entscheidung sollte auch in einem Organspende-Ausweis dokumentiert werden.

 

Derzeit sterben in Deutschland täglich drei Menschen wegen fehlender Organe. Prof. Schulze: "Jeder sollte sich deshalb aus einer altruistischen innersten Überzeugung heraus für eine mögliche Organspende nach seinem Tod entscheiden. Problematisch sind immer noch die zahlreichen Fälle, in denen Angehörige entscheiden müssen, ohne den Willen des Verstorbenen zu kennen."

 

Eine gesetzliche Regelung, die alle Menschen zu potenziellen Spendern erklärt, lehnt Prof. Schulze ab. Vielmehr müsste verstärkt für eine Aufklärung in der Bevölkerung gesorgt werden, damit mehr Menschen einen Organspender-Ausweis ausfüllen. Die grundsätzliche Bereitschaft in der Bevölkerung liegt laut einer Umfrage der Europäischen Union bei über 50 Prozent. "Aber nur wenige haben diesen Willen auch dokumentiert."

 

Auch auf politischer Ebene müssten noch deutlichere Zeichen für die Organspende gesetzt werden. Außerdem dürften Organtransplantationen nicht aufgrund fehlender finanzieller Mittel scheitern. Hier herrsche eindeutig noch Regelungsbedarf. Der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer begrüßt in diesem Zusammenhang auch den eindeutigen Beschluss des Deutschen Ärztetages 2007, der jede Form der Kommerzialisierung von Transplantationen ablehnt.

 

Rückfragen zu dieser Pressemitteilung unter 0351 8267 160.

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