Gesundheitskarte: Bundesärztekammer warnt vor Verzicht auf Flächentests

28.08.2007

Die Bundesärztekammer hat Pläne des Bundesgesundheitsministeriums kritisiert, bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte auf weitere Tests mit 100.000 Versicherten zu verzichten. Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, dazu: "Es gibt keinen vernünftigen Grund, die Erprobungsphase abzukürzen oder gänzlich zur Disposition zu stellen." Die Tests seien notwendig, um die festgestellten technischen Mängel zu beheben und die Qualität der Dienste im größeren Rahmen zu testen: "Die Devise muss nach wie vor lauten: Sorgfalt geht vor Schnelligkeit", sagte Hoppe. Sollten die vom Deutschen Ärztetag erarbeiten Kriterien für eine Neukonzeption der Gesundheitskarte weiter unbeachtet bleiben, werde die Ärzteschaft das Projekt nicht unterstützen.

 

Dieser Position schloss sich die Sächsische Landesärztekammer an. Die Erfahrungen in Sachsen bei der Durchführung solcher Projekte zeigten, dass verschiedene Teststufen notwendig seien, um den späteren Nutzern solcher elektronischer Karten einen einwandfreien Einsatz zu ermöglichen. Der Verzicht auf geplante Teststufen berge das Risiko, Fehler zu übersehen oder zu erzeugen. Zudem seien immer noch wichtige Fragen der Investionskostenübernahme und des Datenschutzes ungeklärt.

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