Medizin und Judentum - 9. Medizinhistorisches Kolloquium in der Sächsischen Landesärztekammer

10.10.2007

Am 9. und 10. Oktober findet in der Sächsischen Landesärztekammer das 9. Medizinhistorische Kolloquium "Medizin und Judentum" statt. Ausrichter der zweitägigen Veranstaltung ist das Institut für Geschichte der Medizin der Medizinischen Fakultät der TU Dresden in Kooperation mit der Sächsischen Landesärztekammer. Inhaltlicher Schwerpunkt der internationalen Tagung ist die bisher kaum untersuchte Verbindung zwischen Naturheilkunde und Judentum.

 

Der alternativen Medizin, insbesondere Naturheilverfahren, haben sich vor allem seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert akademisch gebildete Ärzte angenommen, um die Anwendung von Naturheilverfahrungen auch wissenschaftlich zu begründen. Auch Ärzte jüdischer Herkunft setzten sich für natürliche Heilverfahren ein. Das 9. Medizinhistorische Kolloquium stellt sich die bislang kaum untersuchte Frage nach der besonderen Motivation, nach möglicherweise aus dem Judentum selbst erwachsenen Ansprüchen oder Intentionen für die Förderung und Nutzung der Heilkraft der Natur. Darüber hinaus wird aufgezeigt, inwieweit gerade jüdische Ärzte und Heilkundige Anhänger oder Protagonisten einer modernen Naturheilkunde waren und welche praktischen Konsequenzen sich daraus ergaben.

 

Mit diesen Fragestellungen setzen sich Referenten aus Israel, der Türkei, Österreich, Polen, Tschechien, der Schweiz und Deutschland auseinander. Das Medizinhistorische Kolloquium "Medizin und Judentum" fand erstmals im Jahr 1993 statt.

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