Sächsische Landesärztekammer begrüßt sächsische Bundesratsinitiative für sicheren Versandhandel mit Arzneimitteln

16.07.2008

Der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, begrüßt den Beschluss der Sächsischen Staatsregierung vom 15. Juli 2008, so schnell wie möglich über den Bundesrat eine Gesetzesinitiative für einen sicheren Versandhandel mit Arzneimitteln einzubringen.

 

"Es gibt ja einen wichtigen Grund dafür, dass viele Medikamente der Verschreibungspflicht unterliegen: die Patientensicherheit", so Prof. Dr. Schulze. "Nur ein ausgebildeter Mediziner kann das für den einzelnen Patienten geeignete Arzneimittel auswählen sowie Dosierung und Dauer der Anwendung bestimmen, dessen Wirkung kontrollieren, Nebenwirkungen beurteilen und wenn nötig auf eine alternative Medikation ausweichen."

 

Im Internet aber sind seit 2004 - seit in Deutschland der Versandhandel mit Arzneimitteln erlaubt ist - verschreibungspflichtige Arzneimittel zum Teil frei erhältlich. Zudem sei seitdem die Gefahr von Arzneimittelfälschungen gestiegen.

 

Das Ziel der sächsischen Gesetzesinitiative ist es, im Sinne des Patientenschutzes den Versandhandel mit Arzneimitteln auf das vom Europäischen Gerichtshof festgestellte rechtliche Maß zurück zu führen. Danach darf der Versandhandel mit nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in der EU nicht eingeschränkt, der Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aber verboten werden.

 

Als Ersatz für den dann nicht mehr möglichen Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln soll mit der Initiative ein besonderes Botensystems durch Apotheken geschaffen werden.

 

Weitere Informationen unter 0351 / 82 67 160.

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