Brandbrief an Bundesgesundheitsministerin Schmidt

10.12.2008

Pressemitteilung der Bundesärztekammer

 

Berlin, 10.12.2008: Die Bundesärztekammer hat öffentliche Investitionen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro zur Stützung des Gesundheitswesens angemahnt. "Es ist nicht nur richtig und wichtig in Schulen und Universitäten zu investieren. Genauso wichtig ist es, den gewaltigen Investitionsstau deutscher Krankenhäuser zu beseitigen", heißt es in einem Brandbrief des Vizepräsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery, an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Es sei die ureigenste Pflicht der Ministerin, Mittel aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung auch für das Gesundheitswesen einzufordern. "Statt nur die Bundesländer zu kritisieren, sollten Sie endlich jetzt für ein Investitionsprogramm für die Krankenhäuser und die notleidende Infrastruktur des Gesundheitswesens kämpfen", appelliert Montgomery an die Ministerin.

 

Konkret schlägt Montgomery vor, durchschnittlich eine Million Euro Bausubvention für jedes der 2200 Krankenhäuser und durchschnittlich zehn Millionen Euro für jede der 34 Unikliniken vorzusehen. Das seien zusammen ca. 2,5 Mrd. € - und damit immer noch weniger als die Investitionsvorschläge für den Bildungsbereich. Im Gesundheitswesen aber komme jeder Cent dieses Programms den Bürgern zugute - durch gute Krankenhäuser, moderne Krankenversorgung und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus. "Wenn das nächste Konjunkturprogramm der Bundesregierung aufgelegt wird, erwarten Deutschlands Patienten, Krankenschwestern und Ärzte, dass ihre Ministerin sich konstruktiv für sie Einsetzt", so Montgomery.

 

Weitere Informationen unter 0351 82 67 160.

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