Sachsen gehen im Schnitt 15,8 mal pro Jahr zum Arzt

16.01.2009

In Deutschland gehen die Menschen häufiger zum Arzt als irgendwo anders auf der Welt. Rund 18 Mal suchte jeder Einwohner Deutschlands im Jahr 2007 einen Haus- oder Facharzt auf.

 

Das hat das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG) in Hannover für den GEK-Report "Ambulant-ärztliche Versorgung 2008" ermittelt. 2004 waren es noch gut 16 Arztkontakte gewesen. Besuche in Zahnarztpraxen und Krankenhäusern sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

 

Jeder Sachse geht laut dieser Studie nur rund 15,8 Mal zum Arzt. Damit liegt dieses Bundesland an letzter Stelle im bundesweiten Vergleich. An erster Stelle steht das Saarland mit 19,5 Arztkontakten pro Kopf. Verwunderlich ist dieses Ergebnis im Hinblick darauf, dass in Sachsen das Verhältnis Arzt: Einwohner bei 1:703 und damit sehr hoch liegt und der Altersdurchschnitt der Bevölkerung mit 45,4 Jahren bundesweit mit am höchsten ist. Eine Erklärung dafür könnte die geringe Arztdichte und die unbesetzten Arztpraxen in Sachsen sein.

 

Ermittelt wurde auch, dass die Menschen montags besonders häufig zum Arzt gehen. Absoluter Spitzenreiter war Montag, der 1. Oktober 2007, als 9,7 Millionen Frauen und Männer eine Haus- oder Facharztpraxis aufsuchten. An normalen Wochentagen behandeln die 137 000 niedergelassenen Ärzte rund 5,2 Millionen Patienten. Das sind 38 pro Tag.

 

Die Hälfte der Menschen in Deutschland hat 2007 die Dienste von vier oder mehr Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen in Anspruch genommen.

 

Weitere Informationen unter 0351 8267-160.

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