Warnung vor dubiosen HIV-Heimtests aus dem Internet

24.04.2009

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales

 

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales warnt vor vor allem in Internet angebotenen HIV-Heimtests, da diese in Deutschland nicht zugelassen seien. Ein wesentlicher Ablehnungsgrund hierfür sei die fragliche Anwendungs-Sicherheit dieser Produkte. Unter Umständen werden Infektionen nicht als solche erkannt, die notwendige medikamentöse Therapie unterbleibt oder wird erst zu spät begonnen. Darüber hinaus findet im Falle eines positiven Testergebnisses keine persönliche Beratung statt - mit zum Teil fatalen Folgen für den Betroffenen und dessen Umfeld.

 

Als HIV vor ca. 25 Jahren entdeckt wurde, gab es keine Arzneimittel gegen das Virus und nur sehr wenige Medikamente, mit denen die Komplikationen behandelt werden konnten. Die Patienten erkrankten innerhalb kurzer Zeit an AIDS und verstarben. Die Entwicklung neuer Medikamente hat seitdem bedeutende Fortschritte in der Behandlung von HIV-Infizierten gebracht. Lebenserwartung und Lebensqualität wurden erheblich verbessert.

 

Eine wirksame Behandlung ist jedoch nur möglich, wenn rechtzeitig mit der Therapie begonnen wird. Um eine Infektion festzustellen oder auszuschließen, bieten Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitsämter die sichere Durchführung eines aussagefähigen HIV-Tests an. Das Sächsische Staatsministerium für Soziales empfiehlt Betroffenen, die ein Risiko zur Ansteckung mit HIV oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit hatten oder dies vermuten, unbedingt einen Test bei einer der genannten Einrichtungen durchführen zu lassen.

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