Sachsens „Studienbeihilfe” gegen Ärztemangel erhält Bundeszuspruch

14.07.2009

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales

 

Sachsen unterstützt mit einem bisher bundesweit einmaligen Projekt Medizinstudenten, die sich in unterversorgten Regionen als Hausärzte niederlassen wollen. Jetzt erhält das Projekt Unterstützung von Bundesministerin Ulla Schmidt. Sie will diese Idee nun bundesweit aufgreifen.

 

Der Freistaat fördert bereits konkret 18 Medizinstudenten. Diese haben sich entschlossen, nach ihrem Studium als Hausarzt in unterdurchschnittlich versorgten Gebieten Sachsens tätig zu werden. Die gesetzlichen Krankenkassen (AOK PLUS, Ersatzkassen, BKK MEDICUS, IKK Sachsen, Knappschaft), die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen und das Sächsische Staatsministerium für Soziales entwickelten hierfür ein Programm zur "Studienbeihilfe" und stellen dessen Finanzierung sicher. Das Programm soll einen Beitrag zur Stabilisierung der ambulanten ärztlichen Versorgung vor allem in ländlichen Gebieten leisten.

 

Über einen Zeitraum von maximal drei Studienjahrgängen erhalten bis zu 50 Studierende eine gestaffelte Förderung. Die Medizinstudenten können ab dem 3. Studienjahr am Programm teilnehmen und erhalten aus dem Programm 300 € monatlich im ersten und zweiten Jahr, 400 € monatlich im dritten Jahr und 600 € monatlich im vierten Jahr des Beihilfezeitraumes.

 

Sie verpflichten sich im Gegenzug nach ihrer Ausbildung zum Allgemeinmediziner vier Jahre lang als Hausarzt in einer unterversorgten Region in Sachsen zu arbeiten.

 

Um kontinuierlich Einblick in das Fachgebiet Allgemeinmedizin zu erhalten und den Arbeitsalltag eines Hausarztes kennen zu lernen, gehen sie eine Patenschaft mit einem sächsischen Hausarzt ein. Mit diesem Projekt übernehme Sachsen auf dem für die medizinische Versorgung wichtigen Gebiet eine Vorreiterrolle, hieß es dazu heute in einer Verlautbarung in Dresden.

 

Weitere Details zum Programm unter

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