SPD will eine Million neue Arbeitsplätze im Gesundheitswesen schaffen

10.08.2009

Pressemitteilung der Bundesärztekammer

 

SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier will bis zum Jahr 2020 eine Million neue Arbeitsplätze im Gesundheitswesen schaffen - davon 300.000 in der Kranken- und Altenpflege sowie mehrere hunderttausend durch neue Berufs- und Tätigkeitsfelder. Dies hat er in dem sogenannten Deutschland-Plan "Die Arbeit von morgen - Politik für das nächste Jahrzehnt" angekündigt, der gestern der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

 

Mit Hilfe des Entwicklungsplans "Eine Million" - einem Gemeinschaftsprojekt von Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftsministerium - sollen Chancen und Hürden in der Gesundheitswirtschaft identifiziert sowie Handlungsmöglichkeiten entwickelt und ergriffen werden.

 

Der Entwicklungsplan beinhaltet unter anderem folgende Bestandteile:

 

Sicherstellung einer stabilen und solidarischen Finanzierung des Gesundheitssystems
Um das Gesundheitswesen künftig nachhaltig finanzieren zu können, sollen die Bürgerinnen und Bürger - gemessen an ihrem Leistungsvermögen - an dessen Finanzierung beteiligt werden. Deshalb hält die SPD nach wie vor an ihrer Forderung nach einer Bürgerversicherung fest. Ob gesetzlich oder privat: Alle Versicherten sollen aus diesem Grund schrittweise in den Risikoausgleich einbezogen werden.

 

Schaffung neuer Berufs- und Tätigkeitsfelder durch integrierte Versorgung
Der nahtlose Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung bzw.in die Rehabilitation und Pflege soll verbessert und sichergestellt werden. Darüber hinaus sollen die integrierte Versorgung und strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen ausgebaut werden. Um eine bessere Koordination und Kooperation im Gesundheitswesen zu erreichen, seien speziell ausgebildete Arbeitskräfte im Managementbereich notwendig. Zudem sollen bisherige ärztliche Tätigkeiten auch von nichtärztlichen Berufsgruppen übernommen werden können.

 

Sicherstellung einer angemessenen Vergütung
Um Berufe im Pflegebereich attraktiver zu gestalten, fordert die SPD, Mindestlöhne als zwingende Lohnuntergrenze in der Pflege gesetzlich festzulegen.

 

Nutzung der Gesundheits-IT als Wachstumschance
Ein Wachstumsmarkt für Deutschland könne auch die Gesundheits-IT darstellen. Durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien bestehe die Möglichkeit, neue Berufsbilder und Arbeitsformen in der Gesundheitswirtschaft zu entwickeln und zu etablieren. Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte könne ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein.

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