Welttag und Europäischer Tag der Organspende

30.09.2009

Zum Welttag und Europäischen Tag der Organspende findet am 4. Oktober 2009 in Berlin eine Großveranstaltung mit namhaften Künstlern wie John Lees' Barclay James Harvest, Karat, Jeanette & Band, Stanfour sowie Markus & die NDW Revue statt. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Stiftung Organtransplantation organisiert und ausgerichtet. Die Aktion hat das Ziel, die Öffentlichkeit auf das wichtige Thema Organspende aufmerksam zu machen. Jeder Einzelne soll motiviert werden, für sich eine Entscheidung zu treffen.

 

In Deutschland ist der Informationsbedarf nach wie vor sehr hoch. Laut einer aktuellen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben nur 17 Prozent der Bevölkerung einen Organspendeausweis, obwohl über 80 Prozent grundsätzlich zu einer Spende bereit wären. Deutschland schneidet auch im europäischen und weltweiten Vergleich nicht gut ab: Mit 13,05 Spendern je eine Million Einwohner führte es nach Angaben der DSO im vergangenen Jahr das untere Drittel an. Etwas besser sieht es im weltweiten Vergleich aus. Da liegt Deutschland im Mittelfeld, aber hinter wirtschaftlich und wohl auch medizinisch nicht so entwickelten Ländern in Mittel- und Südamerika wie Uruguay, Kuba und Puerto Rico. Die höchste Zahl von Organspendern gab es 2004 in Spanien mit 34,6 pro eine Million Einwohner, gefolgt von den USA mit 24,1.

 

Damit in Deutschland mehr Organspenden zur Verfügung stehen, sind die Krankenhäuser mit Intensivstationen gefragt. Die Kliniken müssen einen möglichen Spender erkennen und sich darüber mit der DSO beraten. Die Arbeiten für eine Organspende werden in den Kliniken aber oft als lästige Zusatzaufgabe empfunden. So gab es nach den Zahlen der DSO im vergangenen Jahr 1868 potenzielle Organspender, aber die Mediziner entnahmen nur die Organe von 1081 Verstorbenen.

 

Der Welttag der Organspende macht auf den weltweiten Mangel an Spenderorganen aufmerksam. Er ist aber auch die Plattform, auf der sich Experten der verschiedenen Kontinente treffen, austauschen und nach Lösungen für eine bessere internationale Vernetzung und Vereinheitlichung zur Förderung der Organspende suchen. Nachdem die Ausrichtungsorte in den letzten Jahren in Asien und Südamerika lagen, steht nun nach Genf in 2005, erneut Europa im Mittelpunkt.

 

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass die Sächsische Landesärztekammer gemeinsam mit den Landesärztekammern Thüringen und Sachsen-Anhalt einen 24-Stunden-Organspende-Kurs nach dem Curriculum der Bundesärztekammer durchführt.

Seitenfunktionen

Partner

Mein Konto

Schnelleinstieg

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte