Infektionsschutz ist Errungenschaft der Menschheit

Impfungen sind ärztliche Aufgabe

17.03.2014

Dresden/Chemnitz: Der Ausschuss Hygiene und Umweltmedizin der Sächsischen Landesärztekammer und die Sächsische Impfkommission weisen darauf hin, dass Schutzimpfungen die wirkungsvollsten, sichersten und kostengünstigsten Vorsorgemaßnahmen der modernen Medizin gegen sonst oft schwer verlaufende Infektionskrankheiten sind. Impfgegner widersprechen allen Bemühungen der Medizin und besonders denen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

 

„Wer sich gegen Impfungen ausspricht, gefährdet sich, seine Kinder und seine Mitmenschen vorsätzlich und lebt immer mit dem Risiko einer vermeidbaren und eventuell tödlichen Infektion.", betont Prof. Dr. med. habil. Siegwart Bigl, Vorsitzender des Ausschusses Hygiene und Umweltmedizin der Sächsischen Landesärztekammer. Die Gefahr von Infektionskrankheiten nehme durch die Globalisierung (Reisen, Bevölkerungswanderung) und Impfmüdigkeit immer mehr zu.

 

Impfungen stellen eine besondere Errungenschaft der Medizin dar, denn ohne sie gäbe es immer noch solch tödliche Krankheiten wie Pocken, Kinderlähmung und viele andere, die eine hohe Kindersterblichkeit verursachten. So starben an Diphtherie im Königreich Sachsen 1912 noch 931 Menschen, zumeist Kinder, 1950 noch 100 und 2012 niemand mehr.

 

Eine Voraussetzung für den Erfolg von Impfungen ist eine möglichst vollständige Durchimmunisierung der Bevölkerung entsprechend den aktuellen Impfempfehlungen. Dies gilt nicht nur für Kinder sondern gleichermaßen für Erwachsene, da unter anderem Eltern und Großeltern häufig die Infektionsquelle für Säuglinge und Kleinkinder sind. Keuchhusten zum Beispiel ist heutzutage nicht mehr nur eine „Kinderkrankheit", sie tritt auch gehäuft im Erwachsenenalter auf. Selbst Masernerkrankungen und Masernausbrüche nehmen immer mehr zu, obwohl es dafür einen wirksamen Impfschutz gibt.

 

Die jährliche Europäische Impfwoche - in diesem Jahr steht die „9. Europäische Impfwoche" vom 22.-24.04.2014 unter dem Thema „Impfen fürs Leben" - fordert daher immer wieder, dass jeder Einzelne seiner persönlichen und gesellschaftlichen Verantwortung für die Förderung der Gesunderhaltung gerecht werden muss.

 

Eine Beratung zu Impfungen, deren Risiken oder eine Überprüfung des Impfausweises kann man beim Hausarzt oder einem Impfarzt vornehmen lassen. Die Kosten für die von der Sächsischen Impfkommission (SIKO) empfohlenen Schutzimpfungen werden zum großen Teil von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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