Konzept zur Sicherung der Weiterbildung gefordert

Dresden: Der 18. Sächsische Ärztetag fordert den Vorstand der Bundesärztekammer auf, bis zum 112. Deutschen Ärztetag 2009 ein Konzept zur Sicherung der Finanzierung der Weiterbildung für alle Fachgebiete zu entwickeln. "Um dieses Ziel zu erreichen, sollte ein Fondsmodell diskutiert werden, in welches alle aus der Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten Nutzen ziehende Organisationen und Körperschaften einzahlen", so Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer.

Hintergrund dieser Forderung: Die Weiterbildung zum Facharzt wird wegen bereits bestehender und in der Zukunft zunehmender Unterfinanzierung im deutschen Gesundheitswesen zunehmend schwierig.

Die ambulante Versorgung von Patienten mit komplexen Krankheitsbildern führt zunehmend zu erheblichen Schwierigkeiten für die Kandidaten, allen Anforderungen der Weiterbildungskataloge in der Klinik gerecht zu werden. Die Weiterbildung in der Niederlassung ist finanziell jetzt und erwartungsgemäß auch in Zukunft durch alleinige Praxishonorierung nicht zu finanzieren. Die Weiterbildung in der Klinik wird in den DRG (Fallpauschalen) nicht ausreichend abgebildet. "Bei zunehmender finanzieller Strangulierung deutscher Kliniken wird allein dadurch Weiterbildung nicht mehr möglich, da ausreichende Weiterbildungsstellen nicht finanziert werden können", so Prof. Schulze.

Ein weiteres Problem sei eine zunehmende Abwanderung von Fachärztinnen und Fachärzten aus dem kurativen Bereich in zum Beispiel den Versicherungs- oder Gutachterbereich. Diese Ärzte seien über Krankenhaus- oder Praxisbudgets aus Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung weitergebildet, stehen der Versorgung der Patienten aber nicht mehr zur Verfügung.

Weitere Informationen unter 0351 / 82 67 160.

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