Unregelmäßigkeiten bei Transplantationen am Herzzentrum Leipzig müssen aufgeklärt werden

06.12.2016

Dresden: „Die heute bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei der Transplantation von Spenderorganen am Herzzentrum Leipzig für die Jahre 2010-2012 müssen umfassend aufgeklärt werden." Das fordert Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, in einer ersten Reaktion.

 

Laut dem heutigen Bericht von Überwachungskommission und Prüfungskommission gab es am Herzzentrum und der Universitätsklinik Leipzig in 29 von 53 geprüften Transplantationen Unregelmäßigkeiten, wodurch Patienten kränker erschienen, als sie waren. Dadurch könnten diese Patienten eher transplantiert worden sein, als nach den Transplantationsrichtlinien zulässig.

 

Die Sächsische Landesärztekammer steht jederzeit zur Verfügung, um das Herzzentrum Leipzig sowie die betroffene Abteilung des Universitätsklinikums Leipzig bei der detaillierten Aufarbeitung der Fälle und bei der Erarbeitung eines konkreten Maßnahmenplanes als unparteiischer Dritter zu begleiten, damit zukünftig die Einhaltung der aktuellen Transplantationsrichtlinie garantiert werden kann.

 

„Es ist zu hoffen, dass die Organspendebereitschaft durch solche Vorfälle keinen Schaden nimmt.", so der Präsident. Ein Rückgang der Organspende hätte zur Folge, dass die rund 12.000 Menschen, die dringend ein Spenderorgan benötigen, nun noch länger darauf warten müssten.

Seitenfunktionen

Partner

  • Gesunde Sachsen
  • Gesundheitsinformationen Sachsen
Mein Konto

Schnelleinstieg

Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte