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GESUNDHEITSPOLITIK



        Universitäres Zentrum für

        Seltene Erkrankungen Leipzig





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        C . Viehweger , S . Beblo , N . Berthold , M . Posselt ,
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        C . Baerwald , J . Lemke 1
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        Einleitung
        Seltene Erkrankungen betreffen weni-
        ger  als  5  von  10 .000  Menschen .  Auf-
        grund der Vielzahl seltener Erkrankun-
        gen (circa 8 .000) leben in Deutschland
        schätzungsweise vier Millionen Betrof-
        fene . Die Diagnosestellung und Be-
        handlung  sind  oft  schwierig,  da  medi-
        zinisches Wissen über viele dieser
        Krank heiten begrenzt und fragmentiert
        ist . Die Zentren für seltene Erkrankun-
        gen (ZSE) in Deutschland wurden als   © Madeleine Posselt
        Reaktion auf diese schwierige Versor-
        gungssituation von Menschen mit sel-  In den interdisziplinären Fallkonferenzen am Universitären Zentrum für Seltene Erkrankungen Leipzig
        tenen Krankheiten entwickelt . Einen   werden die Befunde besprochen .
        zentralen Impuls setzte 2009 der Nati-
        onale Aktionsplan NAMSE (Nationaler  A-Zentren stellen die koordinierenden  tungserbringern wie zum Beispiel Haus-
        Aktionsplan für Menschen mit Seltenen  Einheiten  dar,  die  typischerweise  an  ärzten, Kinderärzten, Pflegediensten,
        Erkrankungen), der aus einer Koopera- Universitätskliniken angesiedelt sind .  Sozialdiensten, Beratungsdiensten und
        tion zwischen dem Bundesministerium  Sie bieten krankheitsübergreifend spe- weiteren Fachärzten (zum Beispiel Ra-
        für Gesundheit (BMG), dem Bundesmi- zialisierte Versorgungsangebote für  diologen, Psychotherapeuten etc .), die
        nisterium für Bildung und Forschung  mehrere SE oder Gruppen von SE, deren  mit den A- und B-Zentren kooperieren .
        (BMBF) und dem ACHSE e . V . (Allianz  Schwerpunkte standortspezifisch defi-
        Chronischer Seltener Erkrankungen)  niert werden . Voraussetzung für ein A- In diesem Artikel soll das Universitäre
        hervorging . Ziel war eine verbesserte  Zentrum ist die Verankerung in einem  Zentrum für Seltene Erkrankungen des
        Diagnostik, Behandlung und Koordina- Universitätsklinikum mit Vorhanden- Universitätsklinikums Leipzig vorge-
        tion bei der Betreuung von Patien- sein eines Instituts für Humangenetik  stellt werden .
        tinnen und Patienten mit seltenen Er- und einer Klinik für Pädiatrie .
        krankungen (SE) . Seitdem wurden an                                     Universitäres Zentrum für Seltene
        vielen Universitätskliniken ZSE einge- B-Zentren sind krankheitsspezifische  Erkrankungen des Universitäts-
        richtet, die als spezialisierte Anlaufstel- Fachzentren, die für bestimmte Erkran- klinikums Leipzig (UZSEL)
        len fungieren . Sie arbeiten in einem  kungsgruppen spezialisiert sind . Dort  Das UZSEL wurde 2014 gegründet und
        dreistufigen System (A-, B- und C-Zen- findet die ambulante und stationäre  ist heute am Institut für Humangenetik
        tren) und fördern den Austausch  zwi- Versorgung von Patientinnen und Pati- des Universitätsklinikums Leipzig unter
        schen Forschung und Versorgung .    enten mit gesicherter Diagnose/klarer  der Leitung von Prof . Dr . med . habil . Jo-
                                            Verdachtsdiagnose in einem multipro- hannes Lemke angesiedelt . Das UZSEL
                                            fessionellen und interdisziplinären Set- ist keine bettenführende Einrichtung
                                            ting statt .                        und hält auch keine Notfallversorgung
        1   Universitäres Zentrum für                                           vor . Die Bearbeitung erfolgt in der
          Seltene Erkrankungen,             C-Zentren schließlich sind die Versorger  überwiegenden Mehrzahl der Fälle auf
          Universitätsklinikum Leipzig      vor Ort mit weiteren ambulanten Leis- Grundlage schriftlicher Anfragen wie



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