Page 11 - Ärzteblatt Sachsen, Juli 2026
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BERUFSPOLITIK
39. Erweiterte Kammerversammlung
Bericht des Vorsitzenden
des Verwaltungsausschusses
„Im politischen und wirtschaftlichen
Umfeld haben sich seit meinem letzten
Bericht nur wenige Dinge verbessert“,
stellte der Vorsitzende des Verwal-
tungsausschusses, Dr. med. Steffen
Liebscher, zu Beginn seines Jahresbe-
richts fest. Deutschland verfüge wei-
terhin über ein hohes Wohlstandsni-
veau und einen leistungsfähigen Sozi-
alstaat, zugleich seien jedoch „wenig
Impulse erkennbar, die den bestehen-
den Reformstau wenigstens beginnend
auflösen könnten“.
Mit Blick auf die aktuelle rentenpoliti- © SÄV
sche Diskussion bekannte sich Dr. Lieb-
scher erneut klar zur berufsständi- Die 39. Erweiterte Kammerversammlung fand am 12. Juni 2026 im Plenarsaal der Sächsischen
Landesärztekammer statt.
schen Versorgung. „Für uns bleibt das
Credo, dass sich die berufsständische geführten Asset-Liability-Management- Jahre habe im Rentendirektbestand
Versorgung als Teil der ersten Säule der Studien, mit denen der Blick auf zu- neue Möglichkeiten eröffnet. „Der Kauf
Alterssicherung in unserem Land als künftige Herausforderungen geschärft relativ sicherer Anlagen mit Renditen
zuverlässig und leistungsfähig erwie- und die strategische Ausrichtung der auf und meist über dem Niveau unse-
sen hat“, betonte er. Es gebe „keinen Kapitalanlage weiterentwickelt werde. res Rechnungszinses mindert die Risi-
rationalen Grund“, die Versorgungswer- Die Entwicklung der relevanten Kenn- ken und die Komplexität der Kapitalan-
ke der verkammerten Freien Berufe in ziffern bestätige die bekannten Trends. lage“, erläuterte er.
notwendige Reformdiskussionen ein- Die Sächsische Ärzteversorgung wach-
zubeziehen. se weiter, die Mitgliedschaft werde Der Vorsitzende unterstrich dabei die
Im Zusammenhang mit der medialen weiblicher und der Anteil angestellter Bedeutung von Diversifikation als An-
Berichterstattung der letzten Monate sowie in Teilzeit tätiger Mitglieder neh- lagegrundsatz. „Wir setzen in keinem
hob der Vorsitzende die Bedeutung ei- me zu. Bereich auf nur eine oder wenige Anla-
ner transparenten und nachvollziehba- Einen Schwerpunkt seines Berichts geformen und Strategien“, erklärte er.
ren Kapitalanlage hervor. „Kapitalanla- widmete Dr. Liebscher der Kapitalanla- Die Kapitalanlage sei ein dynamischer
gen dürfen nur so komplex sein, dass ge des Versorgungswerkes. Das ge- Prozess, bei dem Chancen genutzt und
ihr Management von den Verantwort- stiegene Zinsniveau der vergangenen Risiken aktiv gesteuert werden müs-
lichen in Ehren- und Hauptamt be-
herrscht wird“, erklärte er. Die klassi - Anzeige
schen Prinzipien von Mischung und
Streuung seien weiterhin unverzichtbar.
Zugleich warnte er davor, aus Einzelfäl-
len Rückschlüsse auf das gesamte Sys-
tem der berufsständischen Versorgung Praxismöbel für lebendige
und funktionelle Räume
zu ziehen.
Als wichtige Grundlage für die langfris- Tel.: 03563 60 18 80
Mail: kontakt@jerosch.com
tige Steuerung der Einrichtung verwies Web: www.jerosch.com
Dr. Liebscher auf die regelmäßig durch-
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