Änderung der Berufsordnung für Ärzte in Sachsen

Die 31. Kammerversammlung der Sächsischen Landesärztekammer beschloss wichtige Änderungen für die Berufsordnung der sächsischen Ärzte. Die Liberalisierung von Regelungen in der Berufsordnung erfolgt im Einklang zu den Beschlüssen der verfassten Ärzteschaft vom 107. Deutschen Ärztetag. "Wir müssen uns bewusst machen, dass wir uns auf einer Gratwanderung zwischen den Interessen des Arztes als Teilnehmer am Wettbewerb im Gesundheitswesen auf der einen Seite und dem ärztlichen Berufsethos sowie des freien Arztberufs auf der anderen Seite, befinden." Dies betonte Prof. Dr. med. habil. Sauermann in seiner Erläuterung zur neuen Berufsordnung.

 

Die Änderungen betreffen Neuerungen zur Fortbildung, zur Ausübung der ärztlichen Praxis, zu den Kooperationsformen und zur Anstellung von Ärzten. Sie sollen dem niedergelassenen Arzt im Wettbewerb mit den vom Gesetzgeber im SGB V vorgegebenen neuen Organisationsformen wie Medizinischen Versorgungszentren Chancengleichheit bieten.

 

  1. 1.Der Arzt muss auf verlangen seine Fortbildung gegenüber der Ärztekammer durch ein Fortbildungszertifikat einer Ärztekammer nachweisen.
  2. 2.Dem Arzt ist es zukünftig gestattet, neben seinem Praxissitz noch an zwei weiteren Orten ärztlich tätig zu sein, soweit die ordnungsgemäße Versorgung der Patienten an jedem Ort seiner Tätigkeit gewährleistet ist.
  3. 3.Die Ärztekammer kann auf Antrag des Arztes die sogenannte „aufsuchende medizinische Gesundheitsversorgung” von z.B. Obdachlosen in Ausnahmefällen gestatten. Die Ausübung ambulanter ärztlicher Tätigkeit im Umherziehen ist weiterhin berufsrechtswidrig.
  4. 4.Die Bestimmungen über die Formen der beruflichen Kooperation und der Berufsausübungsgemeinschaften wurden im wesentlichen redaktionell überarbeitet und neu geordnet.

 

Weitere Informationen zum neuen Berufsrecht unter 0351 / 82 67 421.

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