Steigende Anzahl von Ärzten im Ruhestand in Sachsen

26.07.2006

Dresden: Die Sächsische Landesärztekammer verzeichnet in den letzten vier Jahren steigende Arztzahlen. Diese Entwicklung beschränkt sich aber nur auf den stationären Bereich sowie bei Ärzten im Ruhestand. Allein die Anzahl der Ärzte, welche sich in Rente befinden, hat sich in der Zeit von 2002 bis 2005 fast verdoppelt (siehe Grafik).

 

Im ambulanten Bereich, also vor allem bei den Hausärzten, ist dagegen ein stetiger Rückgang von 5.911 Ärzten im Jahre 2002 auf 5797 Ärzte im Jahre 2005 zu verzeichnen. Damit gab es zum 31.12.2005 114 ambulant tätige Ärzte in Sachsen weniger als noch drei Jahre zuvor. Dieser Trend wird sich nach Einschätzung der Sächsischen Landesärztekammer weiter fortsetzen, weil die Rahmenbedingungen für eine ärztliche Tätigkeit in eigener Niederlassung permanent schlechter werden und der Altersdurchschnitt bei dieser Arztgruppe sehr hoch ist. Vor allem die geringere Vergütung im Vergleich zu den alten Bundesländern sowie die Bürokratie werden als Ablehnungsgründe von jungen Ärzten genannt, wenn es um die Übernahme einer Praxis in Sachsen geht.

 

Der Anstieg der Zahlen im stationären Bereich wird auf den erhöhten Bedarf an Ärzten auf Grund der Spezialisierung von Leistungen zurück geführt. Über den enormen Anstieg bei den Ärzten im Ruhestand, unter ihnen sind viele Ärzte aus anderen Bundesländern, kann nur spekuliert werden. Vielleicht haben diese Ärzte Sachsen als besonders schönen Landstrich für den Lebensabend entdeckt.

 

Weitere Informationen unter 0351 / 82 67 160.

 

Knut Köhler
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Grafik: Arztzahlen 2002 bis 2005

Arztzahlen 2002 bis 2005

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