Aufarbeitung der Geschichte der Ärzte in der Zeit des Nationalsozialismus

Gesundheitsorganisationen fördern Aufarbeitung der Geschichte der Ärzteschaft im Nationalsozialismus

21.01.2008

Pressemitteilung der Bundesärztekammer

 

Berlin, 18. Januar 2008 - Aufarbeitung der Geschichte der Ärzte in der Zeit des Nationalsozialismus - diesem Thema widmet sich ein Forschungspreis, den das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), die Bundesärztekammer (BÄK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zum zweiten Mal ausgeschrieben haben. Mit dem Preis wollen die Stifter wissenschaftliche Arbeiten auszeichnen, die sich mit der Rolle der Ärzteschaft im Dritten Reich auseinandersetzen. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

 

An der Ausschreibung teilnehmen dürfen Ärzte und Psychotherapeuten als Einzelpersonen, Kooperationen und Gemeinschaften aus Ärzten und Psychotherapeuten, Studenten der Humanmedizin sowie an humanmedizinischen und medizinhistorischen Instituten tätige Wissenschaftler. Alle Arbeiten müssen in deutscher Sprache verfasst sein und können sowohl in Papier- als auch elektronischer Form eingereicht werden. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2008.

 

Eine unabhängige Jury wird die eingeschickten Arbeiten bewerten und den Gewinner ermitteln. Das BMG, die BÄK, die KBV, der Zentralrat der Juden in Deutschland sowie der Verband der jüdischen Ärzte und Psychotherapeuten haben die Mitglieder der Jury benannt. Diese sind Prof. Dr. Dr. Heinz Schott, Prof. Dr. Robert Jütte, Dr. Manfred Richter-Reichhelm, Prof. Dr. Leo Latasch und Dr. Roman Skoblo. Anfang Oktober wird die Jury die Preisträger bekannt geben.

 

Beim ersten Wettbewerb dieser Art im Jahr 2006 ging der Forschungspreis gleichberechtigt an Ralf Forsbach für seine Arbeit über die Geschichte der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, an Lorenz Peter Johannsen, der über den Kinderarzt Karl Leven geschrieben hatte, und an Winfried Süß, der eine Studie über Gesundheitspolitik, Gesundheitsverhältnisse und Krankenmord im nationalsozialistischen Deutschland verfasst hat.

 

Bewerbungsanschrift:
Kassenärztliche Bundesvereinigung
Herrn Roland Ilzhöfer - GKO
Herbert-Lewin-Platz 2
10623 Berlin
E-Mail: rilzhoefer@kbv.de

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