Aktionsbündnis zur Rettung der Krankenhäuser Sächsische Landesärztekammer unterstützt Großdemonstration

19.09.2008

Dresden: Auf die sich zuspitzende Finanz- und Personalsituation in den sächsischen Krankenhäusern hat der Vizepräsident der Sächsischen Landesärztekammer, Herr Erik Bodendieck, heute auf einer Pressekonferenz in Dresden hingewiesen. Gleichzeitig rief er die Ärzte dazu auf, sich an der Großdemonstration zur "Rettung der Krankenhäuser" in Berlin am 25. September 2008 zu beteiligen: "Die Krankenhausfinanzierung ab 2009 (Ende der Konvergenzphase) ist eines der beherrschenden Themen der aktuellen Gesundheitspolitik". Und nachdem die Bund-Länder-Verhandlungen im Juli 2008 über die Weiterentwicklung der Krankenhausfinanzierung gescheitert sind, ist ein nachhaltiges Konzept für die Finanzierung der Krankenhäuser nicht in Sicht. "Wenn aber die Kliniken nicht endlich auf eine tragfähige Refinanzierung ihrer Kosten vertrauen können, ist die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit Krankenhausleistungen in Sachsen massiv gefährdet.", so Bodendieck.

 

Die Sächsische Landesärztekammer unterstützt gemeinsam mit der Krankenhausgesellschaft Sachsen, dem Sächsischen Pflegerat und ver.di die Bemühungen eines bundesweiten Aktionsbündnisses zur "Rettung der Krankenhäuser".

 

Der Vizepräsident forderte die Politik auf, den fünfprozentigen Sanierungsbeitrag zu streichen und die vereinbarten Tarifsteigerungen der Beschäftigten an Krankenhäusern zu refinanzieren. Auch für die stark gestiegenen Energie- und Sachkosten müsse der Staat für einen Ausgleich sorgen und sich darüber Gedanken machen, "wie der stationäre Sektor ohne lähmende Krankenhausbudgets arbeiten kann". Denn nur so könne die Versorgung der Patienten auf dem aktuellen Niveau gesichert werden.

 

Für die Großdemonstration in Berlin am 25. September 2008 stellt in Sachsen ver.di Verkehrsmittel zur Verfügung (mehr unter www.verdi.de) und sorgt für einen kostengünstigen Transport in die Hauptstadt. Darüber hinaus organisieren viele Krankenhäuser eigene Beförderungsmöglichkeiten.

 

Die Großdemonstration in Berlin wird von der Bundesärztekammer, dem Marburger Bund, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, von ver.di, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Pflegerat ideell und finanziell unterstützt.

 

Weitere Informationen unter 0351 8267160.

Seitenfunktionen

Partner

Mein Konto

Schnelleinstieg

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärzte