Page 27 - Ärzteblatt Sachsen, Juli 2026
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ORIGINALIE
längeres progressionsfreies Überleben Zelltherapien. Eine systematische Be- gesellschaften [38] markieren einen
(PFS) [30]. Auch eine multizentrische rücksichtigung geschlechterspezifi- wichtigen Schritt auf dem Weg zur ge-
spanische Untersuchung bestätigte scher Faktoren in Studienplanung, Re- schlechtersensiblen Krebsmedizin.
den positiven Einfluss des weiblichen gulierungsprozessen und klinischer
Geschlechts auf das PFS nach einem Praxis ist essenziell, um die Möglichkei-
Jahr, bei gleichzeitigem Trend zu höhe- ten der personalisierten Onkologie voll
rer Inzidenz für ein Immuneffektorzell- auszuschöpfen. Hierzu zählen ge- Literatur unter
assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom schlechtergerechte Einschlussquoten, www.slaek.de/aerzteblatt-sachsen
[31]. Mögliche Erklärungen liegen in Stratifizierung, Analysepläne sowie Korrespondierender Autor
geschlechterspezifischen Unterschie- transparente Berichterstattung. Die re- Dr. rer. nat. Paul Warncke
den in Tumorlast und Zytokinprofilen, gulatorische Forderung nach Subgrup- Zentrum Klinische Studien (ZKS)
Klinikum Chemnitz gGmbH
die auf eine stärker immunsuppressive penanalysen [37] und die Einrichtung Flemmingstraße 2, 09116 Chemnitz
Mikroumgebung bei Männern hinwei- entsprechender Arbeitsgruppen in Fach- E-Mail: paul.warncke@skc.de
sen könnten [32].
Trotz wachsender Evidenz wurde das
Geschlecht in bisherigen CAR-T-Studien
nur unzureichend berücksichtigt: In ei- Anzeige
ner Analyse von über 7.000 Patienten
und Patientinnen lagen die Frauenan- KONTROLLVERLUST
teile in klinischen Studien zwischen
16 Prozent und 53 Prozent [33] Die Un-
terrepräsentation weiblicher Patientin-
nen in onkologischen Studien ist ein
häufiges Problem und erschwert damit
die allgemeine Interpretierbarkeit [34].
Eine weitere häufige Limitation ist der
Einschluss und die Berücksichtigung
von transgender und/oder diversen
Personen in klinische Studien, obwohl
beispielsweise geschlechtsangleichen-
de Hormontherapien einen klinischen Deutsch-Polnisches Suchtsymposium
Einfluss haben können und retrospek- Dresden, 19. September 2026
tive Auswertungen Hinweise auf unter-
schiedliche Inzidenzen von bestimmten
Krebserkrankungen in diesen Gruppen
geben [35, 36]. Dabei sollte das geneti- Die Themen
sche Geschlecht als auch der aktuelle >> Was uns das Abwasser über den Drogenkonsum verrät
Hormonstatus integrativ und individu- >> Cannabis aus medizinischer Sicht - ein Problem?
alisiert betrachtet werden, wobei die >> Neuro-kognitive Modelle der Suchtentwicklung
Evidenzlage aufgrund der Unterreprä-
sentation jedoch noch eingeschränkt >> Psychiatrische Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche
ist. Dies unterstreicht die Notwendig- >> Mediensucht bei Jugendlichen
>> Erhöhtes Suizidrisiko infolge Medienabhängigkeit
keit gezielter prospektiver Studien mit >> Erhöhtes Suizidrisiko infolge Medienabhängigkeit
molekulargenetischer und immunologi-
scher Begleitforschung. Sächsische Landesärztekammer Infos | Anmeldung
Schützenhöhe 16, 01099 Dresden
Fazit
Das biologische Geschlecht beeinflusst Dolnośląska Izba
potenziell sowohl Wirksamkeit als auch Lekarska we Wrocławiu
Nebenwirkungsprofil von Immun- und
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