Page 6 - Ärzteblatt Sachsen, August 2026
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BERUFSPOLITIK
Gesundheitspolitischer Mittagstalk der
sächsischen Heilberufekammern
Beim ersten gesundheitspolitischen men an: „Wir brauchen einen großen tieabbau, um die Arbeit im Gesund-
Mittagstalk der sächsischen Heilberufe- Wurf in der Sozialgesetzgebung“, sagte heitswesen effizienter zu gestalten .
kammern mit Abgeordneten aller Frak- er mit Blick auf die langfristige Sta- Sachsens Gesundheitsministerin Petra
tionen des Sächsischen Landtags so- bilität des Systems . Entscheidungen Köpping unterstrich, dass Reformen
wie der Sächsischen Staatsministerin müssten so getroffen werden, dass nur dann sinnvoll seien, wenn sie tat-
für Soziales, Gesundheit und Gesell- sie auch für kommende Generationen sächlich zu Verbesserungen führten .
schaft lichen Zusammenhalt, Petra Köp- tragfähig seien . Ein zentrales Ziel blei- Sie betonte die wichtige Position Sach-
ping, und Béla Bélafi, Präsident der Lan- be die flächendeckende medizinische sens im Bundesrat, die durch die enge
desdirektion Sachsen, Ende Juni wurde Versorgung im gesamten Freistaat . Abstimmung zwischen Politik und Heil-
deutlich: Die Herausforderungen im Breyer sprach sich zudem für eine um- berufen gestärkt werde . Diese Zusam-
Gesundheitswesen sind groß, doch der fassende Strukturreform der medizini- menarbeit ermögliche es, die Interes-
Wille zur gemeinsamen Gestaltung ist schen Versorgung aus . Dazu gehörten sen des Freistaats auf Bundesebene
ebenso stark . Die Vertreter aus Politik ausreichend ärztliche Weiterbildungs- wirksam einzubringen .
und Heilberufen betonten überein- stellen, um den Nachwuchs gezielt zu
stimmend, wie wichtig eine enge Zu- fördern . Konkrete Maßnahmen wie ein Auch Tom Unger, MdL CDU, hob die Be-
sammenarbeit sei, um die medizinische Zahnarztstipendium, die Einführung deutung des kontinuierlichen Aus-
Versorgung im Freistaat langfristig zu einer Landzahnarztquote sowie der tauschs in neuen Formaten wie diesen
sichern . Ausbau von Studienplätzen für Apothe- Mittagstalk hervor . Eine gute Zusam-
ker in Leipzig könnten helfen, Versor- menarbeit sei entscheidend, um Re-
Dr . med . Thomas Breyer, Präsident der gungslücken zu schließen . Auch der formprozesse erfolgreich zu gestalten
Landeszahnärztekammer Sachsen, hob Erhalt der Tierklinik an der Universität und Sachsen auf Bundesebene klar zu
hervor, dass Sachsen bereits von einer Leipzig sowie eine Verbesserung der fi- positionieren .
guten Kooperation zwischen Politik nanziellen Lage von Psychotherapeu-
und Heilberufen profitiere . Gleichzeitig tinnen und Psychotherapeuten seien Erik Bodendieck, Präsident der Sächsi-
mahnte er stellvertretend für alle Heil- wichtige Bausteine . Nicht zuletzt for- schen Landesärztekammer, lenkte den
berufekammern grundlegende Refor- derte er einen konsequenten Bürokra- Blick auf die besondere Rolle der Heil-
berufe als Bindeglied zur Bevölkerung .
Ärztinnen und Ärzte hätten einen un-
mittelbaren Einblick in die soziale Lage
sowie die Sorgen und Stimmungen der
Menschen im Land . Dieses Wissen ma-
che sie zu wichtigen Beratern für poli-
tische Entscheidungen, gab er den Lan-
despolitikern mit auf den Weg .
Der Mittagstalk zeigte eindrucksvoll,
dass die Zukunft des Gesundheitswe-
sens in Sachsen nur im Schulterschluss
gelingen kann . Die Bereitschaft zur
Zusammenarbeit ist vorhanden – nun
kommt es darauf an, die angestoßenen
Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln
© SLÄK und in konkrete Reformen zu über-
führen . ■
Im Austausch über aktuelle Reformvorhaben: Vizepräsidentin Dr . med . Jana Gärtner und Präsident Erik
Bodendieck von der Sächsischen Landesärztekammer, Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen, Knut Köhler M .A .
Tom Unger, MdL, CDU-Fraktion, Dr . med . Thomas Breyer, Präsident der Landeszahnärztekammer Sachsen (v .r .) Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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