Stärkere Berücksichtigung geriatrischer multimorbider Patienten in Therapieempfehlungen und Leitlinien wichtig

Ulm: Auf Antrag der Sächsischen Landesärztekammer beschließt der 111. Deutsche Ärztetag, die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und die wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften aufzufordern, in ihren Therapieempfehlungen und Leitlinien die multimorbiden, älteren Patienten stärker zu berücksichtigen.

Es ist hinlänglich bekannt, dass bei Patienten im höheren Lebensalter die Anzahl der verordneten Arzneimittel zunimmt und damit das Risiko von unerwünschten Arzneimittelwirkungen und nachteiligen Wechselwirkungen von Arzneimitteln steigt, die Compliance aber eher abnimmt. Die Mehrzahl der klinischen Studien berücksichtigt Menschen im höheren Lebensalter nicht: so besteht eine Altersbegrenzung und multimorbide Patienten sind ausgeschlossen.

"Der demographische Trend in Deutschland macht die Entwicklung von praxisorientierten Leitlinien für geriatrische, multimorbide Patienten erforderlich", so Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer.

Weitere Informationen unter 0351 / 82 67 160.

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